Easy Money and More. Much More

Programm-Tipp in Sachen Easy Money: Heute Abend um 21:45 kann man sich den Stockholm-Noir-Streifen auf arte ansehen. Eine ausführliche Kritik dazu hatte ich ja schon vor ein paar Wochen geschrieben. Und für alle, denen Easy Money gefallen hat oder gefallen wird und dann unbedingt wissen müssen, wie es mit Johan, Jorge und Mrado weiter geht, kommt jetzt noch eine gute Nachricht: Der zweite Teil von Snabba Cash ist in wenigen Wochen endlich zumindest in einer US-Version verfügbar. Und zwar unter dem Titel „Easy Money – Hard To Kill“. Hoffentlich lässt der dritte Teil dann nicht genauso lange auf sich warten.

Werbung für Easy Money - Hard To Kill

Werbung für Easy Money – Hard To Kill – Screenshot von http://trailers.apple.com/trailers/independent/easymoneyhardtokill/

Und wer Johan-Westlund-Darsteller Joel Kinnaman bis dahin noch in anderen Rollen sehen will, sei auf das US-Remake der dänischen Sarah-Lund-Serie The Killing oder aber die schwedische Serie GSI Göteborg verwiesen. In the Killing spielt Kinnaman Detective Stephen Holder, der Sarah Linden bei der Aufklärung eines sehr verzwickten Verbrechens unterstützt und in GSI Göteborg den niedlichsten Gangster, den die reichhaltige schwedische Krimiphantasie bisher hervorgebracht hat.

Wobei niedlich natürlich relativ ist, denn bei der Göteburger Spezialeinheit geht es im Kampf gegen das organisierte Verbrechen richtig zur Sache. Und dabei muss der junge Frank Wagner als Informant immer wieder helfen, obwohl er eigentlich viel lieber ein ganz normales Leben als Barbesitzer mit Freundin und Kind führen würde. Statt dessen muss Frank mit den brutalen Typen von Seth Rydells (herrlich gespielt von Jens Hultén) Gang abhängen, sich als Waffen- und Drogendealer betätigen und Leute umbringen, damit er nicht als Spitzel enttarnt wird. Seine Familie kann er immer nur heimlich sehen, um sie nicht in Gefahr zu bringen.

Denn eigentlich ist Frank ein guter Junge, weshalb er sich von seinem Kontaktmann Johan Falk (Jakob Eklund) auch immer wieder überreden lässt, jetzt noch nicht auszusteigen, sondern dieses allerletzte Mal noch mitzumachen, um die ganz bösen Hintermänner zu schnappen. Was natürlich unglaublich gefährlich ist und, das macht die Qualität dieser eigenwilligen Serie aus, auch nicht immer gut geht. Es geht sogar ziemlich viel nicht gut, sowohl für Johan Falk und seine Kollegen von der GSI, als auch für Frank und seine Familie. Frank überlebt seine Einsätze nur, weil er Nerven wie Drahtseile hat und genau weiß, wie die Gangster ticken, mit denen er umgeben ist.

Die schwedische Polizei, die zwar auf seine Insiderinformationen angewiesen ist und ihn deshalb in die Misere gebracht hat, lässt ihn im Stich. Nur Johan Falk nicht, der ihn als Freund weiterhin unterstützt, nachdem er selbst frustriert den Polizeidienst quittiert hat. Das bittere Fazit ist am Ende, dass sich Verbrechen eher lohnt als diese Art von Verbrechensbekämpfung.

Insofern sind die insgesamt 12 abendfüllenden Filme der GSI-Staffeln eine lohnende Alternative zur deutschen 08/15-Krimi-Kost. Es gibt auch noch drei weitere Johan-Falk-Filme, die sozusagen der Auftakt für GSI Göteborg waren, nämlich Zero Tolerance – Zeugen in Angst von 1999, Executive Protection – Die Bombe tickt von 2001 und The Third Wave – Die Verschwörung von 2003.

In Executive Protection – Die Bombe tickt spielt übrigens Christoph M. Ohrt den zwielichtigen Sicherheitsexperten Nikolaus Lehman, der, wie Johan Falk bald heraus findet, früher mal ein Stasi-Killer war und nun das Geschäftsmodell entwickelt hat, westlichen Unternehmen für ihre Standorte in osteuropäischen Ländern teure Sicherheits-Dienste zu verkaufen. Ich kannte Orth nur aus ziemlich mittelmäßigen deutschen Produktionen wie der Anwalt-Serie Edel und Starck und war angenehm überrascht, wie fies der spielen kann. Es lohnt sich auf jeden Fall eher, sich deutsche Schauspieler in schwedischen Krimis anzusehen, als deutsche Krimis, die in Schweden spielen.

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