The Blacklist

Das wird ein toller Serien-Sommer – am 22. Juni kommt die 7. und letzte Staffel von True Blood und am 1. August gibt es die 4. und ebenfalls finale Staffel von The Killing. Und dann kann man sich schon langsam auf das Breaking-Bad-Spinoff Better Call Saul freuen.

Bis dahin kann man die Zeit nicht nur mit Helix, sondern auch mit The Blacklist herum bringen. Die NBC-Serie, die hierzulande auf RTL läuft, hat zwar keine besonders guten Kritiken bekommen – sie sei uninspiriert, vorhersehbar und fühle sich bereits beim ersten Sehen an wie eine Wiederholung. Das stimmt sogar, denn in erster Linie feiert Hauptdarsteller James Spader (bekannt aus Boston Legal) als vielgesuchter Superverbrecher Raymond „Red“ Reddington seine Arroganz und sich selbst. Aber ich finde das durchaus unterhaltsam.

Screenhot The Blacklist: Reddington (James Spader) stellt sich.

Screenhot The Blacklist: Reddington (James Spader) stellt sich.

Red am marschiert gleich am Anfang der ersten Folge ins FBI-Hauptquartier und stellt sich selbst. Er hat nämlich eine Agenda und er will die US-Ermittlungsbehörden sozusagen die Drecksarbeit machen lassen. Weil er so ziemlich alle Verbrecherkönige und Topterroristen der Welt kennt – das scheint in illustrer Verein zu sein, in dem Red selbst die Platin-Mitgliedskarte hat – bietet er sein Wissen und seine hervorragenden Verbindungen als Gegenleistung für Immunität und ein paar Extras an, von denen die Betonköpfe an den entscheidenden Stellen erst noch überzeugt werden müssen. Aber natürlich werden sie nach und nach überzeugt, schließlich können mit Reddingtons Hilfe eine Menge grässlicher Verbrechen verhindert werden.

Screenhot The Blacklist: Raymond "Red" Reddington (James Spader).

Screenhot The Blacklist: Raymond „Red“ Reddington (James Spader).

Da verzeiht man ihm sogar seinen Spleen, nur mit Agent Elizabeth Keen (Megan Boone) reden zu wollen, die gerade ihren ersten Tag als Profilerin beim FBI hat. Dass dieser Spleen irgendwas mit Keens Vergangenheit zu tun haben muss und auch mit ihrem unglaublich lieben und fürsorglichen Gatten (Ryan Eggold) irgendwas nicht stimmen kann, liegt auf der Hand. Aber bevor Elizabeth über sich selbst und ihren Mann Dinge herausfindet, von denen sie nie etwas wissen wollte, muss sie natürlich für Reddington allerlei Verbrecher und Terroristen zur Strecke bringen. Was sie auch irgendwie hinkriegt, obwohl sie noch ganz neu beim FBI ist. Da ist es kein Wunder, dass der altgediente Kollege Donald (Diego Klattenhoff) ziemlich eifersüchtig wird. Was ihm aber nichts nützt, außerdem darf er gelegentlich auch mal ran und zeigen, wie ein Mann Schmerz erträgt.

Ja, so richtig toll ist das alles nicht, aber zur Überbrückung der Zeit, bis es wieder was richtig Gutes in Serie gibt, durchhaus tauglich. „Verheimlichen Sie mir etwa etwas?“ – „Da kann ich Sie beruhigen – ich verheimliche Ihnen immer etwas!“

Screenhot Boston Legal: So kennt man James Spader - hier als Alan Shore.

Screenhot Boston Legal: So kennt man James Spader – hier als Alan Shore.

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