True Blood Staffel 7: Blutiger Auftakt

Endlich fließt wieder Blut, und das von Anfang an gleich in Strömen – aber ich war von der ersten Folge der finalen Staffel von True Blood so enttäuscht, dass ich eine Weile gebraucht habe, um mich wieder einzukriegen und diese Kritik hier zu schreiben. Die sechste Staffel endete ja sehr düster mit dem Herannahen einer durstigen Meute aus Hep-V-infizierten Vampiren, die sämtliche Einwohner von Bon Temps bedrohen.

Genau da setzt die Handlung in der neuen Folge Jesus Gonna Be There ein, so dass es gleich mit einem gigantischen Blutbad losgeht: Gerade während der Party, die Sam Merlotte, der neue Bürgermeister von Bon Temps, Vampir Bill und Arlene, die Sams Restaurant übernommen hat, gemeinsam ausrichten, um die Menschen von Bon Temps zu überzeugen, dass ihre Rettung nur darin bestehen kann, dass sie jeweils einem Vampir ihrer Wahl ihr sauberes Blut anbieten und als Ausgleich dafür von ihrem Vampir-Partner vor den bösen, kranken Vampiren beschützt werden, fallen die Hep-V-Vampire über die Einwohner her. Dabei werden viele Menschen und Vampire umgebracht – leider auch Neuvampirin Tara, weshalb es gleich einen Grund für tiefe Trauer und allerlei Schuldzuweisungen gibt. Einige Menschen werden von den kranken Vampirmonstern auch verschleppt, um später verzehrt zu werden, darunter Arlene und Holly.

Nach dieser Eskalation der Gewalt bildet sich natürlich umgehend eine aggressive Bürgerwehr, die Jagd auf alle möglichen Vampire macht und von irgendwelchen Abkommen mit Vampiren nichts mehr wissen will.

Weil Andy Bellefleurs Feen-Tocher Adilyn zuhause bleiben musste, wacht vor dem Haus Vampirin Jessica, um Adilyn zu beschützen – sie fühlt sich schlecht, weil sie sich nicht beherrschen konnte und Adilyns drei Feenschwestern leergetrunken hat. Das Feenblut ist einfach zu köstlich. Andy hat Adilyn streng verboten, Jessica ins Haus zu bitten – aber als der Morgen anbricht und Jessica draußen ausharrt, um einen Hep-V-Vampir daran zu hindern, von der leckeren Adilyn zu trinken, bittet Adilyn Jessica doch ins Haus, weil sie nicht will, dass die Vampiren in der Sonne verbrennt. Jessica gerät zwar in Versuchung, kann sich aber beherrschen, während der schreckliche Hep-V-Träger draußen verbrennt.

Jessica erfährt, dass Tara den wahren Tod gestorben ist.

Jessica erfährt, dass Tara den wahren Tod gestorben ist.

Derweil befreien Andy und Bill Arlene und Holly aus dem Keller der Fangbanger-Bar, Jason Stackhouse darf nach monatelanger Entsagung endlich Sex mit seiner streng katholischen Vampirfreundin Violet haben, Jessicas hübscher neuer Vampir-Lover wird der Beschützer von Lafayette, der um Tara trauert und Taras zu Gott bekehrte Alkoholiker-Mama gibt Sookie Stackhouse (Anna Paquin) die Schuld an allem, genau wie alle anderen Einwohner von Bon Temps, weil ja irgendwer an diesem ganzen Schlamassel schuld sein muss. Dabei will Sookie doch einfach nur helfen – auch wenn sie gerade Stress mit ihrem neuen Freund Alcide hat, aus dessen Denkorgan ebenfalls ein paar hässliche Gedanken entwichen sind.

Alles in allem war dieser Staffelauftakt als Fortsetzung des letzten Teils irgendwie okay, aber der drive fehlt noch total und besonders lustig war das Ganze leider auch nicht. Einziger Lichtblick war Pam, die wie so cool und bösartig ist wie eh und je unterwegs ist – als Lady Go Fuck Yourself spielt sie ein paar Partien Russisches Roulette, um die nötigen Mittel für ihre Suche nach ihrem Erschaffer Eric (Alexander Skarsgård) aufzutreiben, der nach wie vor verschwunden ist. Bei mir hat sich das True-Blood-Fieber jedenfalls noch nicht wieder eingestellt, weshalb ich dann gleich die erste Folge der neuen Staffel von Mad Men hinterher sehen musste. Dazu demnächst mehr auf diesem Bildschirm.

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3 Gedanken zu „True Blood Staffel 7: Blutiger Auftakt

  1. Oooooh, nein! habe mir die Staffel bei Amazon bestellt und zähle bereits die Tage… Wie ärgerlich! Aber danke für die Warnung, dann muss ich keine Verabredungen absagen,um True Blood zu gucken 🙂

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