Weiterhin wahnsinnig gut: Mr. Robot

Dieses hibbelige Warten auf den jeweils nächsten Teil hatte ich zum letzten Mal bei Breaking Bad – und da wurde wurde ich nie enttäuscht. Trotzdem finde ich das Netflix-Modell besser: Ich bin nun mal ein Junkie und will mich, wenn ich eine Serie gut finde, vollkommen hineinstürzen. Aber ich kann mir das leider nicht aussuchen, Mr. Robot läuft nun mal bei einem altmodischen Kabelsender und der strahlt nur eine Folge pro Woche aus. Aber jetzt ist endlich, endlich die dritte Folge endlich draußen und die lässt mich glücklicherweise genauso hibbelig und gespannt zurück wie die beiden andern Teile – was ist denn nun Elliots genialer Plan?!?!?!?

Keine fsocity mehr - der Start ins normale Leben! Elliot (Rami Malek)

Keine fsocity mehr – der Start ins normale Leben! Elliot (Rami Malek)


Aber zuerst erfahren wir mehr über Tyrell Wellick. Der ist, wie bereits in der zweiten Folge klar wurde, ein echter Ehrgeizling, der ganz nach oben will und dafür so ziemlich alles tut, was ihm notwendig erscheint. Im Gegensatz zu Elliot ist Tyrell bereit, über Leichen zu gehen – und vermutlich war es gar keine schlechte Entscheidung von Elliot, Tyrells Angebot auszuschlagen.

Als Tyrell erfährt, dass es offenbar noch andere Kandidaten für den CTO-Posten von E-Corp gibt, auf dem er sich längst selbst gesehen hat, muss er sich erstmal abreagieren. Er bezahlt Penner dafür, sich von ihm verprügeln zu lassen – natürlich nicht ohne zuvor die Brioni-Krawatte ab- und Handschuhe anzulegen. Aber es geht natürlich noch schlimmer – Tyrell benutzt auch einen sehr wichtigen und sehr schwulen Assistenten seines Chefs, in dem er mit ihm schläft und dann über dessen Smartphone ein zweifelhaftes Update einspielt, für seine sinistren Pläne. Derweil wartet seine schwangere Frau zuhause auf ihn und nötigt ihn nach seiner anstrengenden Doppelschicht auch noch zu SM-Spielchen. Kleines Detail am Rande: Im Hause Wellick wird Schwedisch gesprochen.

Das normale Leben: Latte Vanillia trinken

Das normale Leben: Latte Vanillia trinken

Elliot hingegen wacht ziemlich ramponiert im Krankenhaus auf: Am seinen Bett stehen Shayla, seine Nachbarin und Krista, seine Psychologin. Beide sind sehr besorgt um ihn – was ihn sowohl befremdet, als auch berührt, irgendwie. Krista fragt ihn auch gleich, warum er den Drogentest verweigert hat und Elliot gibt zu, das er Morphin genommen hat – und er hat eben keine so richtig gute Erklärung dafür. Krista erklärt ihm, dass sie seiner Entlassung nur zustimmen wird, wenn er sich künftig regelmäßig testen lässt. Elliot ist wenig begeistert, stimmt aber natürlich zu: Er hat sich dieses Krankenhaus als Notfallklinik ja ausgesucht, weil es einfach zu hacken ist. Hier kann er die Ergebnisse der Drogentests, die seine Versicherung oder sein Arbeitgeber oder wer auch immer von ihm verlangen, entsprechend modifizieren.

Screenshot: Mr. Robot eps1.2_d3bug.mkv

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Und kaum entlassen, will Elliot auch gleich wieder zur Arbeit gehen – einerseits hat Gideon ihm gesagt, dass er ihn braucht, andererseits weiß er auch nicht, was er zuhause soll: Dort ist nur wieder diese nervige Darlene von fsociety eingebrochen (alle guten Hacker sind auch gute Schlossknacker), die unbedingt mit Elliot über Dinge diskutieren will, die Elliot einfach nur vergessen möchte.

Aber natürlich kommt er da nicht so einfach raus: Als Elliot in seinem Büro bei Allsafe ankommt, sitzt Mr. Robot an seinem Arbeitsplatz – der schier nicht fassen kann, in was für einem Scheißladen Elliot da arbeitet. Mr. Robot will ein klärendes Gespräch in der Bar neben an – ansonsten würde er hier und jetzt ziemlich Ärger machen.

Screenshot: Mr. Robot eps1.2_d3bug.mkv

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Elliot will natürlich keinen Ärger und geht mit Mr. Robot in die Bar nebenan, in die er sonst gewiss nicht geht – zu überzeugend ist sein Blick, als der Barkeeper ihm den georderten Appletini vor die Nase stellt und zwölf Dollar verlangt. Doch erstaunlicherweise will Mr. Robot sich nur bei Elliot entschuldigen: Es täte ihm leid, dass er ihm weh getan habe – so etwas käme leider vor, wenn Menschen schlecht in Kommunikation sind. Elliot kann es kaum fassen: Das war es dann also? Na klar, wenn er nicht mitmachen will, dann ist halt alles vorbei. Tschüssikowski, bis zum nächsten Leben.

Okay, jetzt ist Elliot doch wirklich sehr naiv, aber so, wie wir ihn kennengelernt haben, nehmen wir ihm das ab: Er geht zurück zur Arbeit und berauscht sich an dem Gedanken, dass dieser fsociety-Kram jetzt tatsächlich vorbei sei und er ein normales Leben beginnen könne. Jenseits dieses perfekten Netzes, das er um sich herum gewoben hat, damit niemand ihn erkennen oder finden kann. Er könnte doch einfach ein normaler Mensch werden, irgendwelche Dinge liken, Vanilla Latte trinken, in die Muki-Bude gehen und vielleicht könnte Shayla sogar seine Freundin werden…

Wohl auch um sich selbst zu beweisen, dass er ganz normal sei, teilt Elliot seinem überraschten Chef Gideon mit, dass er doch zu diesem Abendessen kommen möchte, zu dem Gideon seine Lieblings-Angestellten eingeladen hat. Die Einladung hatte Elliot zuvor nämlich abgelehnt, weil er davon ausgegangen war, dass Darlene oder Mr. Robot ihn zu irgendwelchen Aktivitäten zwingen würden. Aber jetzt ist er ja ein normaler Mensch und kann ganz normale Dinge tun.

Screenshot: Mr. Robot eps1.2_d3bug.mkv

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Gideon ist erfreut und überrascht, dass sein Lieblings-Mitarbeiter Elliot nun noch zu seiner Dinner-Party kommen will und fällt aus alles Wolken, als Elliot ihn fragt, ob er seine Freundin mitbringen dürfe – „Du hast eine Freundin?!“ Elliot gibt zu, dass er sie noch gar nicht gefragt hat, ob sie mitkommen (oder gar seine Freundin sein) wolle, aber egal.

Und Elliot fragt Shayla tatsächlich, nicht ohne zuzugeben, dass er sie heute Abend wirklich braucht, weil er ja in diesen sozialen Dingen einfach nicht gut ist. Und Shayla macht am Ende natürlich mit, obwohl sie erst erklärt, dass Elliot erstens einen ziemlichen Sprung in der Schüssel und sie auch gar keine Lust hat, sich für so etwas benutzen zu lassen. Andererseits kann Elliot mit seiner verschrobenen Ehrlichkeit ziemlichen Charme entwickeln und Shayla hatte zuvor schon eine Schwäche für ihren Nachbarn, der nebenbei ja auch ein guter Kunde ist. Oder war: Denn sie hat jetzt ohnehin nichts Besseres zu tun, Elliot hat ihr echte Schwierigkeiten eingebrockt – obwohl er Shayla eigentlich versprochen hatte, nichts gegen diesen Fernando Vera zu unternehmen.

Weil in der Folge zuvor dann aber Elliots Wille Gutes zu tun über die Realisierung des eigenen Vorteils triumphierte, hat er Shaylas zweifelhaften „Freund“ mit einem anonymen Tip ans NYPD aus dem Verkehr gezogen: Lieber riskierte Elliot einen kalten Entzug, als zuzulassen, dass Fernando Shayla wieder etwas antun würde.

Screenshot: Mr. Robot eps1.2_d3bug.mkv

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Der ärgerliche Nebeneffekt: Mit ihrem Großdealer Fernando ist Kleindealerin Shayla auch ihre Einnahmequelle los – ihr geht jetzt finanziell wirklich schlecht. Wovon soll sie ihre Wohnung bezahlen? Ich bin sehr gespannt, ob und wie Elliot eine Lösung für dieses Problem finden wird. Vermutlich ist die Tatsache, dass er jetzt plötzlich ihr Freund sein will, auch diesem Umstand geschuldet. Ich persönlich mag Shayla – was hatte sie denn für eine Wahl?

Schlecht läuft es aber auch für Angela und ihren Freund Ollie – sie wurden Opfer eines perfiden Identitätsdiebstals: Als Ollie, um endlich Ruhe zu haben, eine CD von einem angeblichen Straßenmusiker kaufte, der ihm einfach auf Nerven ging, fing er sich einen fiesen Trojaner ein, der nun den Rechner in ihrer gemeinsamen Wohnung infizierte, von dem auch Angela aus ihre Geschäfte tätigte. Der Schaden ist enorm – Angelas Bankkonto ist kompromittiert und auch das ihres Vaters, der für den Studienkredit gebürgt hat. Die Hacker erpressen Ollie mit Fotos mit ihm und seinem Seitensprung Stella B. Ollie ist so verzweifelt, dass er Angela alles gesteht, die natürlich entsetzt ist. Aber andererseits auch kapiert, dass Ollie letztlich auch nur ein Opfer ist. Mal sehen, wie diese Geschichte ausgeht.

Screenshot: Mr. Robot eps1.2_d3bug.mkv

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Ob Angela ihren alten Freund Elliot einweiht? Und ob der tätig wird? Wer sollte sonst mit diesen miesen Hacker-Erpressern fertig werden? Also ich an Angelas Stelle würde das tun. Aber andererseits hat Elliot ja so schon mehr als genug Probleme. Denn Gideon ist zwar ein Chef, aber kein Idiot. Irgendetwas an diesem Hacker-Angriff der fsociety lässt ihm keine Ruhe und er will nochmal mit dem verantwortlichen SysAdmin in Dulles sprechen. Hält Gideon wirklich so große Stücke auf Elliot oder ahnt er, dass Elliot doch etwas mit dem fsociety-Hack zu tun hat? Er hat Elliot ja schon gestanden, dass er ihm misstraut hat, und dass er ihm nichts nachweisen konnte. Und hat sich mit einer Umarmung entschuldigt, die Elliot kaum aushalten konnte. Wenn da nicht noch mehr ist…

Und schließlich hat Mr. Robot seine Pläne, Elliots Fähigkeiten für die fsociety zu benutzen keineswegs aufgegeben, sondern Elliot nur eine kleine Denkpause gelassen, in der Elliot über das Debugging philosophiert hat: Es gehe dabei nicht darum, den Fehler zu beheben, sondern ihn zu finden und zu verstehen, warum der Bug da ist. Genau deshalb schützt er seinen persönlichen Quellcode so sorgfältig – niemand darf an ihn heran.

Aber Mr. Robot hat Elliots Bug schon längst gefunden und teilt es Elliot ausgerechnet während jenes Abendessens bei Gideon mit – er schickt Elliot die Nachricht, dass er den Fernseher einschalten soll. Und siehe da: Aus den bei dem Angriff auf E-Corps erbeuten Daten ging hervor, dass Terry Colby offenbar in jenen Giftmüll-Skandal von E-Corp verstrickt ist, der Elliots Vater und Angelas Mutter das Leben gekostet hat… doch, weiterhin sehr guter Stoff, wenn auch nicht so rasant wie der Pilot. Aber subtil, sehr subtil. Und jetzt muss ich wieder eine Woche warten. Scheiße aber auch.

Ohne More Thing

One more thing: Die Musik bei Mr. Robot ist auch ganz großartig, und dafür ist Mac Quayle verantwortlich. Zur perfekten Serie gehört der perfekte Soundtrack – und auch das ist meinen All Time Favorites gemeinsam: Mad Men, Breaking Bad, die erste Staffel von True Detective oder etwa Treme sind musikalisch erste Sahne. Auch bei Sense8 finde ich die Musik sehr okay. Ich mag an auch Retro-Serien besonders, wenn sie die Musik ihrer Zeit benutzen, was bei Boardwalk Empire, Downton Abbey oder Miss Fisher’s Murder Mysteries der Fall ist, oder jetzt aktuell bei Deutschland 83 mit all der 80er-Musik, obwohl da nichtmal meine Lieblingstitel aus der Zeit dabei sind.

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Und noch etwas: Bei Mr. Robot hatte ich ein ähnliches Erlebnis wie beim US-Remake von Das Verbrechen bzw. The Killing: Da war dieser unglaublich gute Schauspieler, von dem ich noch nichts gehört hatte, der aber eine Figur, die ich auch im Original schon ganz interessant fand, plötzlich zur Hauptperson machte – Joel Kinnaman als Stephen Holder. Mann, war der gut! Der machte Detective Holder einerseits zu einem sympathischen Freak im Kapuzenpulli, einem der Gosse entwachsenen Vegetarier, der in allem und jedem universelle Weisheit entdecken kann, gleichzeitig aber auch mit den Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen hat. Ein sehr begabter Ermittler einerseits, aber auch ein ehemaliger Junkie, der sich selbst an den Haaren aus dem Sumpf gezogen hat, okay, with a little help from his friends, aber immerhin: Er kriegt seinen Job auf die Reihe, versucht, ein guter Mensch zu sein und ist ansonsten freundlich-schrullig, besonders zu dieser veschrobenen Linden.

Screenshot: Mr. Robot eps1.2_d3bug.mkv

Screenshot: Mr. Robot eps1.2_d3bug.mkv

Hier erkenne ich doch erstaunliche Parallelen zum Kapuzenpulli-Freak Elliot, der ja auch eine schwierige Vergangenheit hat, aber dank seiner besonderen Begabungen einen ernsthaften Job auf die Reihe kriegt und darin sogar so gut ist, dass seine Vorgesetzten ihn lieben, obwohl er mit der Gesellschaft nicht so richtig klar kommt und eben auch ein Junkie ist, wie sich mehr und mehr heraus stellt. Rami Malek spielt den Hacker Elliot Alderson ähnlich überzeugend, sensibel und unwiderstehlich wie Joel Kinnaman Detective Stephen Holder. Würde mich stark wundern, wenn diese Rolle für Rami Malek keinen vergleichbaren Karrieresprung mit sich bringen würde, wie die Rolle des Stephen Holder für Joel Kinnaman.

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Serien-Finale: True Blood trifft den wahren Tod

Mit der letzten Folge von True Blood ist diese Serie nun den wahren Tod gestorben. Und ich muss sagen, auch wenn es nicht so schlimm war wie mit der letzten Dexter-Staffel, so ist es nun auch wirklich gut, dass es jetzt vorbei ist und die Serie nicht ins Zombie-Reich übergeht, wo die eigentlich längst Toten den Lebenden auf die Nerven gehen.

Was nicht heißt, dass man keinen Spaß mehr gehabt hätte, nach dem doch ziemlich mühsamen Anfang gab es zwischen drin durchaus paar gelungene Folgen, bei denen wieder richtig Freude aufkam. Leider konnte der Rest der Staffel das Niveau der vierten Folge (Death is Not the End) nicht halten und die letzten beiden Folgen waren im Grunde das Erledigen von Dingen, die getan werden müssen, wenn man weiß, dass das Ende bevor steht.

Screenshot True Blood 7 - Thank You. Jason, Sookie und Bill.

Screenshot True Blood 7 – Thank You. Jason, Sookie und Bill.

Besonders ärgerlich finde ich allerdings, dass eben nicht alles erledigt wurde, wo man doch eigentlich gerade dabei war: Es gibt beispielsweise keine Erklärung (nicht einmal eine schlechte!) dafür, warum die Zuschauer am Ende der sechsten Staffel dabei zustehen mussten, wie Eric auf einem Schneefeld seiner schwedischen Heimat verbrannt ist, um ab Ende des zweiten Teils der siebten Staffel zwar als schwerkranker, aber wie sich herausstellen sollte, eigentlich noch quicklebendiger Vampir die Handlung der weiteren Staffel zu weiten Teilen an sich zu reißen.

Nicht, dass ich als Eric-Northman-/Alexander-Skarsgård-Fan etwas dagegen gehabt hätte, dass Eric nicht nur weiterhin an Bord ist sondern gemeinsam mit seinem brillanten Geschöpf Pamela Swynford De Beaufort auch noch zu neuer Hochform aufläuft. Die beiden sind an abgefeimter Coolness nicht zu überbieten – aber trotzdem wünsche ich mir schon etwas mehr Plausibilität, Logik oder schlicht: Ernsthaftigkeit von den Serienschreibern. Ja, okay, True Blood ist Satire, lustig und sowieso nicht ganz ernst gemeint. Aber das heißt nicht, dass ich einfach nur einen Gag nach dem anderen sehen will, True Blood meint es an anderen Stellen ja durchaus ernst und will damit auch ernst genommen werden. Aber dann erwarte ich eben auch als Zuschauer ernst genommen zu werden. Verarschen lassen will ich mich nicht – genau das machen die Serienmacher aber, weshalb die ernst gemeinten Szenen wo es um die großen Fragen von Leben und Tod geht, dann eben auch eher lächerlich rüberkommen, obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass das nicht so gemeint war – schließlich habe ich auch Six Feet Under gesehen, Alan Balls bisheriges Hauptwerk über Leben und Tod, wenn man so will. Und das hatte einfach eine bessere Balance zwischen Satire, Spaß und Ernst. Da hat True Blood nicht immer die Kurve gekriegt, obwohl ich ja viele abgedrehte Gagasequenzen letztlich auch wieder cool fand.

Screenshot True Blood 7 - Thank You. Andy traut Jessicsa und Hoyt.

Screenshot True Blood 7 – Thank You. Andy traut Jessica und Hoyt.

Auch sonst ging vieles okay, wir erleben vor allem eine ganz neue Kill-Bill-Variante. Dieser Bill Compton ist gerade als Vampir ein dermaßen integrer Bursche, dass Sookie am Ende gar nicht anders kann, als seinen letzten Willen zu vollstrecken. Jedenfalls fast, denn auf ihre Feen-Qualitäten will sie am Ende doch nicht verzichten. Deshalb variiert sie Bills letzten Wunsch, von ihr mit ihrem Lichtball getötet zu werden (was sie ihrer Feenhaftigkeit beraubt hätte) in Bill mit einem abgebrochenen Schaufel-Stiel zu töten – weil er sich durch seine Sterblichkeit wieder menschlich fühlt. Und endlich wieder menschlich zu sein war das, was er sich immer gewünscht hat. Also tut Sookie ein mal mehr, was getan werden muss – darin ist sie inzwischen ohnehin unschlagbar. Bills Tod ist dann auch das letzte Blutbad dieser Serie. Zuvor hat Bill Sookie wissen lassen, wie sehr er sie liebt und dass er ihr deshalb ein normales Menschenleben wünscht – kraft seiner Gedanken während der Trauung von Jessica und Hoyt, die nach Hoyts Flucht nach Alaska dann doch wieder zueinander gefunden haben.

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Hier haben wir den romantischen Höhepunkt der letzten Folge, der gewissermaßen ganz zum Anfang der Serie zurück geht, denn dort hatten wir die Geschichte mit der blutjungen Vampirin Jessica, die Bill als Strafe dafür, dass er zugunsten eines Menschen (Sookie) einen Vampir getötet hatte, als junges, unschuldiges Mädchen in einen Vampir verwandeln musste, und dem nicht ganz so jungen, aber total unschuldigen Hoyt, der ausgerechnet mit der frisch verwandelten Jessica seiner ersten Liebe begegnet.

Screenshot True Blood 7 - Thank You.

Screenshot True Blood 7 – Thank You.

Gegen derartige Arabesken habe ich überhaupt nichts, im Gegenteil, solche Rückgriffe gefallen mir, auch wenn die Hochzeitsgeschichte dann doch etwas breit ausgewalzt wurde. Für meine Geschmack gab es insgesamt aber zu wenige davon. Das ist offenbar auch etwas, was wirklich herausragende Serien wie Breaking Bad von den eben auch ganz guten Serien wie True Blood unterscheidet: Während in Breaking Bad sehr viele merkwürdige Details im Verlauf der weiteren Handlung erklärt werden (auch wenn diese Erklärungen nicht unbedingt naheliegend sind, aber sonst müsste man ja auch nichts erklären) wird in True Blood nicht alles erklärt, leider auch das nicht, was dringend einer Erklärung bedürfte.

Screenshot True Blood 7 - Thank You. Pam und Eric

Screenshot True Blood 7 – Thank You. Pam und Eric

Okay, Breaking Bad ist zwar keine Krimi-Serie im klassischen Sinne, aber handelt von Verbrechen und vor allem von Wissenschaft und zwar durchaus im forensischen Sinne, da würde Walter White sicherlich drauf bestehen. Insofern muss alles logisch zu erklären sein. Im Gegensatz dazu ist True Blood eine Serie mit Fantasy-Elementen, was ja quasi als Freibrief für unlogische Handlungssprünge genommen wird – aber wie gesagt: Eigentlich will die Serie ja ernst genommen werden. Und deshalb will ich schon wissen, warum Eric nicht gestorben ist, sondern sich nur mit Hep-V infiziert hat, was ja schlimm genug, aber eben keine Erklärung ist. Schade finde ich auch, dass etwa Lafayette gegen Ende praktisch nicht mehr vorkam, oder Andys Feen-Tochter Adilyn – was ist eigentlich aus ihr geworden? Und wie kommt Sam Merlotte jetzt klar, nachdem er Bon Temps für seine neue Familie verlassen hat? Fragen über Fragen. Andererseits muss man nicht alles wissen, und ich rechne es den Autoren an, dass es für Sookie und Bill kein Happyend gegeben hat – nach all dem, was die beiden durchgemacht haben, war ja völlig ausgeschlossen, dass sie noch miteinander glücklich werden können. Das übernehmen dafür so ziemlich alle anderen, sofern sie überlebt haben. Wobei: Heirat ist der Hauptgrund für spätere Scheidungen.

Bill hat Sookie ein normales Leben gewünscht und jedem bleibt selbst überlassen, was er oder sie sich darunter vorstellt. Das Leben in Bon Temps geht weiter. Und Eric und Pam machen mit New Blood das Geschäft ihres langen Vampirlebens – zumal sie ja mit Sarah Newlin noch ein As im Ärmel bzw. im Keller haben: Ein Schluck Blut direkt von der Quelle bringt gigantische Summen ein – so hat sich die gute Sarah ihr neues Leben als Noomi, Erlöserin aller kranken Vampire, gewiss nicht vorgestellt. Aber man legt sich halt besser nicht mit Eric und Pam an. Insofern finde ich es auch völlig okay, dass die letzte Runde an diese beiden Vampire geht – mit den anderen war ja eh nichts mehr los.

Screenshot True Blood 7 - Thank You. Eric macht Werbung für New Blood.

Screenshot True Blood 7 – Thank You. Eric macht Werbung für New Blood.

True Blood wie ich es liebe!

Versprochen ist versprochen, auch wenn es manchmal etwas länger dauert – aber derzeit ist es in Berlin bestimmt so tropisch wie in Bon Temps, Louisiana, deshalb hat es mit der Fortsetzung von True Blood ein bisschen länger gedauert. Dafür hab ich jetzt auch die 5. Folge gesehen, womit der Spaß schon wieder in der Halbzeit ist.

Aber inzwischen macht die 7. und letzte Staffel wirklich Vergnügen, auch wenn ich mir bis zum dritten Teil nicht sicher war, ob das noch kommt. Dafür wird ab der dritten Folge alles wieder gut, also blutig, lustig und sehr, sehr böse. Einige Bekannte sind allerdings auf der Strecke geblieben, nicht nur Tara, die gleich in der ersten Folge sterben musste, sondern auch Alcide wurde inzwischen erschossen – aber wie es sich für einen guten Werwolf gehört, in der Ausübung seiner edelsten Pflicht, nämlich Sookie zu beschützen. Die ist natürlich wieder entsprechend von der Rolle – schon wieder einer, der ihretwegen gestorben ist! Und ausgerechnet jetzt, wo sie sich entschieden hat, ihn zu lieben (und das auch Bill gesagt hat)!

Screenshot True Blood 7: Alcide als guter Werwolf

Screenshot True Blood 7: Alcide als guter Werwolf

Aber so ist das halt, im Leben und in True Blood besonders. Sookie und die anderen Übriggebliebenen haben aber keine Zeit, sich in Trauer zu ergehen, sie müssen schleunigst Arlene befreien, die noch immer in Gewalt der Hep-V-Monster-Vampire ist. Über Holly, die fliehen konnte, als sie von den Hep-V-Vampiren als Köder für die anderen Menschen benutzt wurde, findet Gedankenleserin Sookie heraus, dass die Gefangenen sich im Fangtasia befinden. Gemeinsam mit den verbündeten guten Vampiren wird die Befreiung geplant und umgesetzt – günstigerweise tauchen Pam und Eric gerade rechtzeitig wieder auf, um zu helfen.

Screenshot True Blood 7: Alcide stirbt

Screenshot True Blood 7: Alcide stirbt

Eric (wie immer grandios: Alexander Skarsgård) ist seit der zweiten Folge wieder dabei, allerdings erst im Vorspann in einer Fantasie von Sookies sexbesessenem Bruder Jason, der mit der rigorosen Monogamie seiner katholischen Vampirfreundin Violet offenbar nicht so richtig glücklich ist. Auf jeden Fall ist die Liebesszene zwischen Jason und Eric nach dem völlig Eric-losen ersten Teil eine Entschädigung und ein Versprechen, das später tatsächlich eingelöst wird – am Ende der Folge findet Pam ihren Schöpfer tatsächlich – auch wenn dieser schon schwach und von Krankheit gezeichnet ist: Eric ist zwar nicht verbrannt, aber er hat sich mit Hep V infiziert. Er wird also sterben, aber hoffentlich nicht so bald.

Screenshot True Blood 7: Sookie kriegt mal wieder alles ab.

Screenshot True Blood 7: Sookie kriegt mal wieder alles ab.

Denn die Höhepunkte der Folgen drei bis fünf sind zu weiten Teilen dem Team Pam-Eric zu verdanken – die beiden arbeiten ihre gemeinsame Vergangenheit auf. In True Blood waren Zeitsprünge auch vorher schon beliebt, jetzt wird dieses Mittel ziemlich exzessiv genutzt, damit Eric noch im Spiel bleibt, aber das verzeihen alle Eric-Fans natürlich gern. Und Kristin Bauer van Straten als Pam ist natürlich auch klasse – sie ist ihrem Macher durchaus ebenbürtig. Und gibt es herrliche Ausflüge in die 80er und 90er Jahre – der Eric der 80er Jahre lebt natürlich wie Gott in Frankreich und trotzt dort auch der Autorität, in dem er bei seiner süßen französischen Freundin bleiben will, statt in das True-Blood-Business einzusteigen. Aber auch die lesbische Pam scheint dort auf ihre Kosten zu kommen. Eric macht sich sehr gut als Alain Delon, muss aber am Ende die süße Freundin für Pam opfern.

Screenshot True Blood 7: Ginger kennt sich erstaunlich gut aus mit Vampirfilmen...

Screenshot True Blood 7: Ginger kennt sich erstaunlich gut aus mit Vampirfilmen…


In der Folge darauf erfahren wir, wie das Fangtasia entstanden ist – es war eine Videothek, die Pam und Eric übernehmen müssen. Eric wird in Shreveport zum Sheriff ernannt – die Autorität traut dem alten Schweden nicht und will ihn an der kurzen Leine halten. Eric und Pam als Videotheken-Betreiber – ebenfalls totkomisch! Die Idee fürs Fangtasia klaut Pam allerdings von ihrem Groupie Ginger, einer Auskennerin in Sachen Vampirfilm, die für die Tagesschicht angeheuert wird. Eric nimmt Pams spätes Geständnis, dass Ginger und nicht sie das Fangtasia erfunden hat, mit einem wohlwollenden Grinsen entgegen – er ist augenscheinlich stolz auf sein durchtriebenes Geschöpf.

Screenshot True Blood 7: Endlich wieder vereint - Eric, Sookie und Bill.

Screenshot True Blood 7: Endlich wieder vereint – Eric, Sookie und Bill.

Von Sookie und Bill gibt es leider nicht so viel Lustiges zu berichten, aber die beiden hatten bekanntlich schon immer eine schwierige Beziehung. Es gibt auch einige Ausflüge in Bills Vergangenheit als Südstaaten-Offizier – einer davon ist namensgebend für die 5. Folge Lost Cause – Bill galt nämlich als Verräter, weil er fand, dass seine Seite für eine verlorene Sache kämpfte. Entsprechend sehen wir auch einen Bill, der schwarzen Sklaven und ihren weißen Freunden bei der Flucht hilft. Und irgendwie ist er ja noch immer so drauf, zumindest jetzt wieder, nach seiner Exkursion in die Allmächtigkeit. Jetzt ist er wieder so normal, dass er nicht mal mehr Sookies Gedanken lesen kann – er war am Ende der 6. Staffel so leer getrunken, dass Sookies Blut nicht mehr wirkt. Das findet Sookie gut, hält sie aber nicht davon ab, sich Bill gleich wieder als Mittagessen vor der großen Schlacht anzubieten – denn er braucht ja Energie, wenn er ihr helfen soll. Und Bill ist natürlich vernünftig und beißt zu.

Screenshot True Blood 7: Bill isst vernünftig.

Screenshot True Blood 7: Bill isst vernünftig.

Ein ähnliches Dilemma durchlebt Jessica, die noch immer von Schuldgefühlen zerfressen wird, weil sie Adilyns drei Feenschwestern leergetrunken hat. Aber sowohl Sookie, als auch Lafayette – der natürlich auch wieder in Hochform ist und gleich was mit Jessicas Vampirfreud anfängt, was Jessica natürlich gar nicht lustig findet, und schließlich Andy, der gar nicht mehr idiotische Sheriff, der sich inzwischen zu zupackenden Pragmatiker gemausert hat, überreden Jessica, endlich wieder ein bisschen Blut zu trinken, damit sie einsatzfähig ist. Denn für den Kampf mit dem Bösen, da braucht es jede Kraft, und gutwillige Halbböse sind total willkommen. Am Ende geht auch der Kampf im Fangtasia gerade so gut aus – mit zahlreichen Opfern natürlich, aber hauptsächlich auf der Hep-V-Seite.

Screenshot True Blood 7: Lafayette kümmert sich um Jessicas Vampirfreund. Oder umgekehrt.

Screenshot True Blood 7: Lafayette kümmert sich um Jessicas Vampirfreund. Oder umgekehrt.

In Lost Cause wird dann eine Art Beerdigungs- und Gedenk-Party in Sookies Haus gefeiert, die einen großen Teil der Handlung einnimmt – dieses Kleine-Gemeinden-Ding mit von wegen alle müssen zusammen halten hat für mich als Stadtbewohner schon etwas Befremdliches, das mich gleichzeitig fasziniert. Es ist ein bisschen so wie in dem Dorf meiner Großeltern, die aus einem wirklich kleinen Ort kamen, wo auch jeder jeden kannte und eine Beerdigung war dann eine Feier, bei der buchstäblich das ganze Dorf zusammen kam. Und nachdem dann alle am Grab ordentlich getrauert hatten, ging es zum Leichenschmaus – und dort gab es dann natürlich keine Leichen, aber Trösterwecken, ein sehr leckeres Hefegebäck, das ich als Kind geliebt habe. Daran habe ich mich dann immer überfressen. Dazu gab es Kaffee und später Schnaps und Bier für die Erwachsenen. Und irgendwann war es gar nicht mehr traurig. Genau das ist ja auch Sinn und Zweck einer Trauerfeier – dass sich die Lebenden darauf besinnen, dass sie noch am Leben sind.

Screenshot True Blood 7: Pam und Eric besichtigen die Videothek, die sie übernehmen.

Screenshot True Blood 7: Pam und Eric besichtigen die Videothek, die sie übernehmen.

Aber das Beerdigungs-Thema ist ja ohnehin eine Spezialität von Alan Ball, der True Blood überhaupt erfunden hat. Ich muss zugeben, dass ich mich erst für True Blood zu interessieren begann, als ich las, dass die Idee dazu von Alan Ball kam. Ball ist ja auch Erfinder der genialen Serie Six Feet Under (Gestorben wird immer), die ich absolut großartig finde. Six Feet Under ist allerdings eine realistische Familienserie ohne Fantasy-Elemente, aber mit durchaus skurrilem Humor, weshalb ich neugierig war, was dabei heraus kommt, wenn es Richtung Fantasy geht. Das muss ja nicht gut sein. Ist es oft auch nicht. Aber im Falle von True Blood sind die Realitätsbezüge unübersehbar – und genau das gibt dieser Serie auch den speziellen Kick – sie ist halt Satire.

Screenshot True Blood 7: Pam und Eric auf einer Republikaner-Party in Dallas.

Screenshot True Blood 7: Pam und Eric auf einer Republikaner-Party in Dallas.

Und deshalb wirft man sich vor Lachen auch weg, wenn Pam und Eric angemessen gekleidet in Dallas auf einer Republikaner-Party erscheinen – natürlich nur, um eine längst fällige Rechnung zu begleichen. Ja, die beiden können auch Arschlöcher sein, genau wie alle anderen dort. Und natürlich kann selbst Laura Bush der verlogenen Schlampe Sarah Newlin nicht helfen – statt dessen macht Eric noch die Yakuza-Truppe platt, die ebenfalls hinter ihr her ist. Ja, das ist True Blood, wie ich es liebe. Und jetzt finde ich total schade, dass es in fünf Folgen schon wieder vorbei sein wird!

True Blood – Warten auf Staffel 7

Jetzt habe ich alles an True Blood gesehen, was verfügbar ist. Sechs Staffeln, das ist schon richtig Arbeit – und wie so oft bei Serien, die länger laufen, sind die Staffeln durchaus unterschiedlich, so dass man sie entsprechend besser oder schlechter finden kann. Wobei ich in diesem Fall sagen muss, dass ich nicht finde, dass es schlechter wird. Bei Dexter beispielsweise fand ich ja, dass die Geschichte sich von der ersten über die zweite und dritte bis zu vierten Staffel steigert und dann abfällt – die fünfte Staffel war noch okay, aber die sechste wurde dann langsam schlimm, die siebte habe ich nur noch ausgehalten, weil ich dachte, dass es ja irgendwann wieder besser werden muss, was aber leider nicht eintrat, so dass ich erleichtert war, dass des nach der achten dann wirklich vorbei war – wobei das Ende ja auch reichlich unbefriedigend blieb. Im Grunde war die ganze letzte Staffel ja nur noch das Ringen der Autoren um ein halbwegs erträgliches Ende.

True Blood 6: Jessica überzeugt Bill, Sookie vor Warlow zu retten

Screenshot True Blood 6: Jessica überzeugt Bill, Sookie vor Warlow zu retten


Screenshot True Blood 6: Feenvampir hin oder her - Sookie ist nicht von Warlow überzeugt

Screenshot True Blood 6: Feenvampir hin oder her – Sookie ist nicht von Warlow überzeugt

Ich hoffe doch sehr, dass uns das in der siebten Staffel True Blood erspart bleibt. Denn ich muss ehrlich sagen, dass mir die sechste Staffel wieder besser gefallen hat als die fünfte – insbesondere das Blutbad gegen Ende geht völlig okay – das sind halt die echten Vampire! Und dass die auch mal einen Ausflug in die Sonne machen dürfen geht, geht ebenfalls okay, dann hat dieses ganze Feengedöns endlich einen Sinn und zum Glück wird ja auch Bill wieder normal, nach diesem ganzen religiösen Wahnsinn. Dexter Morgan ist ja auch fast religiös geworden in der sechsten Staffel. Warum geht so etwas bei den Amis nicht ohne Religion?!

Screenshot True Blood 6: Alcide, Sookie und Bill realisieren, was auf sie zukommt.

Screenshot True Blood 6: Alcide, Sookie und Bill realisieren, was auf sie zukommt.


Aber bei True Blood ist es immerhin eine perverse, archaische Vampir-Religion, die sich dann auch als Schwindel oder nein, sie funktioniert ja irgendwie, genau wie zuvor auch die Magie der Mänade in der zweiten Staffel oder die Hexerei von Jesus und Antonia in der vierten Staffel, auch wenn das wiederum ganz gegensätzliche schwarze Magie ist. Aber am Ende ist diese ganze Magie zwar mächtig, aber eben nicht allmächtig. Es geht nicht um den wahren Glauben – der wird ja immer wieder persifliert, was ich ganz symphatisch finde.
Screenshot True Blood 6: Hep-V-infizierte und sehr blutdurstige Vampire

Screenshot True Blood 6: Hep-V-infizierte und sehr blutdurstige Vampire bedrohen die Bewohner von Bon Temps

Natürlich gibt es das ganze Christenbrimborium auch noch – und zwar in mehr und sehr viel weniger sympathischen Ausführungen. Auch das gefällt mir insgesamt ganz gut: Religion ist mächtig – und zwar egal welche – aber am Ende geht es für die Entgleisten immer schlecht aus. Und Entgleiste gibt es überall. Aber auch Widerstand gegen den religiösen Wahnsinn. Und in dem Punkt wird mir Eric Northman immer symphatischer – auch wenn er zwischenzeitlich behext wird und hier und da Gefühlsverwirrungen hat, bleibt er sich als einziger treu und macht bei diesem ganzen Lilith-Supervampir-Weltherrschafts-Wahn am Ende nicht mit, sondern ist letztlich der Einzige, der normal bleibt. Allerdings als Vampir, nicht als Mensch. Das geht für die Menschen zwar erstmal nicht so gut aus, aber vor allem für die durchgeknallten Vampire nicht, die nach der Weltherrschaft streben. Letztlich rettet Eric ja beide Arten – auch wenn er das vielleicht gar nicht beabsichtigt hat. Deshalb konnte ich auch nicht fassen – nein, nein, nein:

Screenshot True Blood 6: Der Vampir von Welt hat immer ein gutes Buch parat

Screenshot True Blood 6: Der Vampir von Welt hat immer ein gutes Buch parat

Screenshot True Blood 6: Und sieht auch beim Sonnenbaden gut aus.

Screenshot True Blood 6: Und sieht auch beim Sonnenbaden im hohen Norden noch gut aus.

Screenshot True Blood 6: Das darf nicht sein! Nicht Eric!

Screenshot True Blood 6: Das darf nicht sein! Fataler Badeunfall. Aber bitte nicht Eric!

Wie zur Hölle soll denn die letzte Staffel funktionieren, wenn mein Lieblingsvampir nicht mehr da bei ist?!