Deutschland 83 – ein Zwischenbericht

Von Deutschland 83 habe ich mittlerweile den 5. Teil Cold Fire gesehen – und die Dinge spitzen sich weiter zu. Martin musste bereits in Northern Wedding seine erste Leiche im Wald begraben – und auch wenn er die NATO-Sekretärin Linda nicht selbst umgebracht hat, so hat er sie doch, genau wie ihm aufgetragen wurde, in seine Mission verwickelt. Als Linda dann entdeckt hat, dass ihr Geliebter ostdeutscher Spion ist, blieb gar keine andere Wahl – Genosse Tischbier, der in Bonn eine Tarnidentität als Politikprofessor hat, musste Martin vor der Enttarnung retten, in dem er Linda überfuhr.

Screenshot  Deutschland 83

Screenshot Deutschland 83

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Martin hat jetzt eigentlich die Schnauze voll – aber so wie sich die Dinge entwickeln, bleibt ihm gar nichts anderes übrig, als weiterhin zu funktionieren, obwohl er eigentlich nur noch aussteigen will. Seine kranke Mutter ist kollabiert, und Martin ist der einzige infrage kommende Spender für die Niere, die Ingrid gend drinbraucht. Also muss er schleunigst nach Ostberlin geschmuggelt werden.

Screenshot  Deutschland 83

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Natürlich sind die Ossis pragmatisch und geben ihm auch noch eine Tasche mit wichtigen Utensilien mit, die er unterwegs übergeben soll: Guten Bohnenkaffee für die Chefs ganz oben und zwei rote Dosen mit entkoffeiniertem Kaffee. „Wie – Kaffee ohne Kaffee?“ fragt Martin – „Genau, damit man gut schlafen kann!“

Screenshot  Deutschland 83

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Es liegt auf der Hand, dass es sich nicht um Kaffee handeln kann – nachdem Martin die Dosen wie angewiesen in Westberlin am Ku’damm übergeben hat, gibt es eine gewaltige Detonation: Der Anschlag auf das Kulturinstitut Maison de France, der Westberlin am 25. August 1983 erschütterte. Geplant von dem deutschen Terroristen Johannes Weinrich, der als rechte Hand des legendären Terroristen Carlos der Schakal galt. Auf das Konto des venezolanischen Terroristen Ilich Ramírez Sánchez gehen zahlreiche weitere Anschläge, die insgesamt mehr als 20 Todesopfer forderten.

Screenshot  Deutschland 83

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Aber das weiß Martin jetzt alles nicht, er sieht nur, wie Verletzte um Hilfe rufen und ist entsprechend entsetzt. Er erkennt den Mann wieder, dem er die roten Dosen übergeben hat und verfolgt den Attentäter – hier gibt es eine sehr schön gefilmte Hatz durch die Berliner U-Bahn. In einem Tunnel auf einem Nebengleis stellt er ihn schließlich. Bei der folgenden Prügelei muss Martin ziemlich was einstecken, aber er schafft es, seinen Gegner zu überwältigen. Und er geht noch einen entscheidenden Schritt weiter: Er lässt den ohnmächtigen Verletzten auf den U-Bahn-Gleisen liegen.

Screenshot  Deutschland 83

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So richtig gut in den Kram passt den ostdeutschen Genossen dieser Anschlag allerdings nicht – was, wenn die Amerikaner das als Kriegserklärung auffassen, falls eine Beteiligung der Stasi an dem Anschlag nachgewiesen werden kann? Sie versuchen sich gegenseitig zu beruhigen – die armenische Terrorgruppe Asala stecke dahinter, und wenn die Amis jetzt unruhig würden, machten sie vielleicht Fehler, was wiederum gut für die Aufklärung sei – denn die Amerikaner planen einen Angriff, soviel sei klar. Jetzt gelte es herauszufinden, wann.

Screenshot  Deutschland 83

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Aber auch Alex Edel, der Sohn des Generals, macht eine interessante Entwicklung durch – zum einen outet er sich als schwul und verbringt eine Nacht mit Tischbier, zum anderen lässt er sich von Tischbier politisch agitieren. Aber während Tischbier ihm empfiehlt, dass er auf seinem Posten bei der Bundeswehr zurückkehren soll, um das System von innen zu verändern, haut Alex lieber ab und taucht in der Sanyassin-Kommune seiner Schwester unter. Hier eckt er allerdings gleich wieder an, weil er das ganze Liebe-ist-der-Schlüssel-Geschwafel nicht ertragen kann.

Screenshot  Deutschland 83

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„Hass ist ein viel stärkeres Gefühl!“ schleudert er den anderen entgegen und erklärt, dass man nichts erreichen könne, wenn man nicht bereit sei, für sein Ziele zu kämpfen – am Ende der Folge sehen wir, dass er sich in der Botschaft der DDR bereit erklärt, künftig für die andere Seite zu arbeiten – hiermit sind also interessante Konflikte für die verbleibenden Teile vorprogrammiert. Bislang kann Deutschland 83 also einlösen, was ich mir nach den ersten beiden Teilen davon versprochen habe.

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