The Handmaid’s Tale: Erschreckend nah

Eine bei den aktuellen Emmys völlig zu recht mit Auszeichnungen überhäufte Serie ist The Handmaid’s Tale. Ende der 80er Jahre las ich den zugrunde liegenden Roman Der Report der Magd von Margarete Atwood. Kein schönes, dafür aber ein wirklich lesenswertes Buch, in dem das erschreckende Konzept einer totalitären US-Gesellschaft beschrieben wird, nachdem christliche Fundamentalisten die Macht im Staat übernommen haben. 1990 sah ich auch die Verfilmung des Romans von Volker Schlöndorff – aber soweit ich mich erinnere, fand ich die gar nicht so gut.

Die neue Verfilmung trifft die Sache sehr viel besser – gut, dass Hulu den Mumm hatte, eine solche Serie zu bestellen, denn genau solche Serien sind wichtig – schon um zu zeigen, wie fragil die bisher erkämpften Menschenrechte sind und wie schnell aus einer ach so freiheitlich-demokratischen Gesellschaft ein totaler Überwachungsstaat werden kann, in dem ein großer Teil der Menschen praktisch keinerlei Rechte mehr hat. Dazu braucht man weder Nazis, noch Kommunisten (die völlig zu unrecht immer wieder in einen Topf geworfen werden) – es braucht halt nur einer kritische Masse an Fanatikern, um ein unmenschliches System zu installieren, in dem die Interessen der meisten Menschen einfach keine Rolle mehr spielen.

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The Handmaid’s Tale: Elizabeth Moss als Offred

In The Handmaid’s Tale wird eine alternative Gegenwart beschrieben, der die meisten Menschen durch Umweltkatastrophen und Krankheiten unfruchtbar geworden sind. Weil die bisherige Politik keine Lösung für diese Probleme gefunden hat, haben konservative und christliche Gruppen Zulauf gefunden. Schließlich hat eine Gruppierung aus ultrakonservativen Christen im Zuge eines Militärputschs die Macht in den USA übernommen und den totalitären, christlich-fundamentalistischen Staat Gilead ausgerufen. Es gelten die Gesetze des alten Testaments, die Männer haben das Sagen und die Frauen dafür zu sorgen, dass es ihren Männern an nichts fehlt. Da ist nur das Problem mit dem Nachwuchs – schließlich ist es die natürlich Aufgabe der Frau, Kinder zu gebären und aufzuziehen. Blöd nur, wenn das mit dem Kinderkriegen nicht mehr funktioniert.

Also werden die wenigen, noch gebärfähigen Frauen zwangsverpflichtet, für die hochrangigen Würdenträger der neuen Gesellschaftsordnung als Mägde zu dienen, die keine andere Aufgabe haben, um bei einem ritualisiertem Geschlechtsakt, die jeweilige Ehefrau (die ebenfalls anwesend ist) zu vertreten, um schwanger zu werden und dann das Kind für das Paar auszutragen.

Keine Frage, den betroffenen Frauen passt das überhaupt nicht, deshalb gibt es ein extrem repressives Zwangssystem, um sie gefügig zu machen. Eine von den Mägden ist Offred (Elisabeth Moss), die in ihrem früheren Leben June Osborne hieß und eine Tochter mit Luke Bankole (O. T. Fagbenle) hatte, der eigentlich mit einer anderen Frau verheiratet war. Die beiden haben versucht, sich mit ihrem Kind nach Kanada abzusetzen, aber die Flucht misslang. June und ihre Tochter wurden aufgegriffen, Lukes Schicksal ist ungewiss.

June wird nun dem hochrangigen Commander Fred Waterford zugewiesen, weshalb ihr Name jetzt Offred ist. Die Mägde heißen immer nach ihrem jeweiligen Herrn, weshalb aus zum Beispiel  Ofwarren (Madeleine Brewer) im Laufe der Zeit Ofdaniel wird. Auch daran wird klar, dass es in Gilead nicht ums Individuum geht, sondern um die heilige große Sache einer christlich-fundamentalistichen Nation, die übrigens ziemliche Erfolge in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit vorweisen kann, weil knallhart umdefiniert wird, was die Leute wirklich zum Leben brauchen und was nicht.

Das muss letztlich auch Serena Joy erfahren, die Frau des Commanders Fred, die zuvor noch in der freien US-Gesellschaft eins der Hauptwerke für eben diese neue Gesellschaft geschrieben hat – ich frage mich sowieso immer, was Frauen dazu motiviert, sich in konservativen und oder religiösen Gruppen zu engagieren – da sind doch genau die Typen unterwegs, die Frauen bisher schon das Leben schwer gemacht haben.

Das muss nun auch Serena erfahren – sie wird nun ebenfalls auf Eis gelegt, weil Frauen ja nichts mehr zu sagen haben. Sie darf keine Reden mehr halten und keine Bücher mehr schreiben – es ist ihr im Laufe der ersten Staffel schon anzumerken, dass sie sich das alles etwas anders vorgestellt hat. Zwar hat sie als Hausherrin gegenüber den anderen Frauen noch eine privilegierte Stellung und kann die arme Offred schikanieren. Aber ansonsten hat sie nichts mehr zu melden – ihre einzige Opposition besteht darin, dünne Zigaretten zu rauchen.

Das Erschreckendste an The Handmaid’s Tale ist aber, dass dieses Horroszenario gar nicht so weit her geholt ist – es gibt schließlich Länder auf dieser Erde, in denen genau die Zustände herrschen, die uns in dieser Serie so verstören. Iran, Saudi Arabien und natürlich auch die Gebiete, die sich jene einstmals von den USA hochgerüsteten religiösen Fanatiker unter den Nagel gerissen haben, die jetzt als Taliban oder IS ihr Unwesen treiben. Am Rande will ich hier auch Israel und Palästina erwähnen, auch wenn hier die Lage eine andere ist. Worauf ich hinaus will: Es ist nie gut, wenn religiöse Dogmatiker das Sagen haben. Und auch nicht, wenn es sich um andere Dogmatiker handelt. Es ist nie gut, wenn eine bestimmte Gruppe von Menschen meint, die Interessen aller anderen zum Zwecke von welcher Sache auch immer unterbuttern zu dürfen.

Der trotzige Widerstand von Offred und ihren Leidensgenossinnen in The Handmaid’s Tale erinnert uns daran, dass es sich lohnt, gegen unaushaltbare Zustände anzukämpfen: Man muss nicht alles tun, was von einem verlangt wird, selbst wenn man eigentlich keine andere Wahl hat: Sie können uns nicht alle töten. Lieber ein schlechtes Leben mehr fürchten als den Tod.

Ab dem 4. Oktober gibt es bei Entertain Serien. Unbedingt ansehen

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Buster’s Mal Heart: Schicksal ist ein Arschloch

Ein Film, auf den ich lange gewartet habe, ist Buster’s Mal Heart – einer von diesen „kleinen“ US-Indipendet-Filmen, die hierzulande nie ins Kino kommen, auch wenn sie auf zahlreichen Indipentent-Festivals erfolgreich gelaufen sind. Erfreulicherweise erscheint der Film jetzt auf Amazon Video und iTunes – und ich habe keine Kosten und Mühen gescheut, den Film schon einmal vorab zu sichten. Und es gleich vorweg zu nehmen: Ein Publikumsrenner wird dieser Film vermutlich nicht, dazu ist der Plot viel zu verschroben.

Aber – schlecht finde ich ihn wirklich nicht, Buster’s Mal Heart erinnert mich sehr an die eigenartigen Filme von Herbert Achternbusch – es geht um Identität, kosmische Missgeschicke, Liebe, Schicksal, Pflichterfüllung, das Elend mit der Freiheit und der Frage, wie man denn leben soll, wenn man die meiste Zeit damit beschäftigt ist, einen blöden Job machen zu müssen, weshalb man das eigentliche Leben verpasst. Daraus lässt sich schon ein sehenswerter Film stricken – und die Autorin-Regisseurin Sarah Adina Smith macht aus einem vergleichsweise schmalen Budget und wenigen Drehtagen eine ganze Menge.

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Der eine oder die andere wird sich Buster’s Mal Heart ohnehin schon allein deshalb ansehen, weil Mr. Robot mitspielt – der fleißige Rami Malek war zwar schon in einer ganzen Reihe von zum Teil durchaus bekannten Filmen als Nebendarsteller zu sehen, aber hier hat er seine erste Hauptrolle in einem Spielfilm – und er ist auch fast in allen Szenen zu sehen.

Und erstaunlich viel erinnert dann doch an Mr. Robot – der Protagonist Jonah ist nämlich zwei Männer: Zum einen ein mexikanischer Seemann, der nach einem Sturm 1000 Tage in einem winzigen Rettungsboot auf dem Meer treibt, zum anderen ein junger Familienvater, der endlose Nachtschichten in einem Hotel am Arsch der Welt – der sich in diesem Fall in Montana befindet – schiebt, um seine Familie zu ernähren. Die da sind seine junge Frau Marty (Kate Lyn Shell) und ihre niedliche kleine Tochter Roxanne (Sukha Belle Potter).

Marty und Jonah lieben sich, soviel wird klar, und Roxanne ist ein wirklich süßes kleines Kind. Die drei leben bei Martys Eltern, die es mit dem Christentum haben – keine Ahnung, welche der unzähligen Spielarten amerikanischer christlicher Sekten das ist, aber die tatkräftigen Christen haben Marty geholfen, von ihrer Drogensucht wieder loszukommen, und sie haben irgendwie auch Jonah akzeptiert, diesen Latino, den ihre Tochter angeschleppt hat. Über dessen Herkunft erfahren wir nicht viel, außer, dass er Spanisch spricht, was er auch versucht, seiner Tochter beizubringen – was die Schwiegereltern gar nicht so gut finden, das Kind soll doch lieber erstmal richtig Englisch lernen.

Und auch Jonah scheint keine astreine Vergangenheit zu haben – als sein Kollege, der die Tagschicht machen darf, Jonah fragt, wie er denn an diesen Job gekommen sei, wenn er nicht mal einen Highschool-Abschluss habe, antwortet Jonah, dass er dem Chef (der natürlich auch zu dieser christlichen Gemeinde gehört) sein Vorstrafenregister gezeigt hätte.

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Wir erfahren nicht, was Jonah verbrochen hat, aber wir sehen dabei zu, wie er sich redlich bemüht, seinen Job zu machen und gleichzeitig auch noch ein liebender Familienvater zu sein. Und er wie er daran scheitert – mechanisch wie ein Roboter erledigt er seine Arbeit, um dann völlig übermüdet zu Frau und Kind heimzukehren. Jonah träumt von einem ganz anderen Leben, er will ein Stück Land kaufen, ein Haus bauen und dort das eigentliche, richtige Leben verwirklichen, von dem er träumt. Aber Marty holt ihn auf den Boden der Tatsachen zurück: „Du weißt doch überhaupt nicht, wie man ein Haus baut!“

Und es stellt sich im Lauf der Geschichte heraus, dass Jonah auch keine Ahnung davon hat, wie man in der Natur überlebt. Was ihm sein mexikanisches Alter Ego auf See voraus hat – der überlebt, er trinkt seinen eigenen Urin und fängt Fische, auch wenn er Gott verflucht und bittet, ihn jetzt endlich sterben zu lassen, weil man so ja auf Dauer nicht leben kann. Jonah hingegen überlebt, in dem er in luxuriöse Ferienhäuser einbricht, die reiche Leute in den Bergen von Montana haben. So richtig autark ist das nicht, immerhin er genießt den vorübergehenden Luxus sichtlich. In seinem jeweiligen Quartieren dreht er alle Familienbilder auf den Kopf und telefoniert mit Sex- und Radiohotlines, um seine Botschaft zu verkünden: Das Ende der Welt ist nah – also der Welt, die wir so kennen, wie sie ist. Die zweite Inversion steht bevor, bei der sich alles auf den Kopf stellt.

Das entspricht ziemlich genau der Hysterie, die vor der Jahrtausend-Wende grassierte, Y2K, das Jahr-2000-Problem. An das kann ich mit gut erinnern, schließlich war ich damals in meinen sehr frühen Dreißigern. Ich hatte das damals nicht dermaßen ernst genommen, schließlich stamme ich aus einer Generation, die in der Hochzeit des kalten Krieges mit der Angst aufgewachsen ist, dass ihre Welt innerhalb von Minuten von einem Atomkrieg pulverisiert wird.  Davor hatten wir die ganze Zeit Angst, und das war keineswegs unrealistisch. In Deutschland lebten wir schließlich auf dem wahrscheinlichst anzunehmenden Schlachtfeld einer solchen Auseinandersetzung. Da war Y2K ein Klacks gegen. Was ja auch zutraf.

Aber das hat in Buster’s Mal Heart eher eine anekdotische Funktion. Immerhin, die Geschichte spielt in den späten 90ern, also kurz vor Y2K, und während einer dieser quälend endlosen Nachtschichten im Hotel taucht ein rätselhafter Typ (DJ Qualls) auf, der Jonah seinen Namen nicht verraten will, aber behauptet, der letzte freie Mensch der Welt zu sein. Und nebenbei ist er ein Computer-Spezialist. Und als solcher habe er Sachen gesehen – CIA, FBI, Pentagon, da läuft eine ganz, ganz üble Scheiße und die Menschen werden alle verarscht. Immer.

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Jonah saugt die Worte dieses zweifelhaften Propheten auf, sei es, weil ihm einfach sterbenslangweilig ist, sei es, weil er tatsächlich an diesen Scheiß glauben will, weil er sich ein anderes Leben und eine andere Welt wünscht, auch wenn er nicht so richtig kapiert, was eigentlich falsch läuft – Jonah beschäftigt sich mit diesem ganzen Zeug und lässt es sich einleuchten. Und er versucht weiterhin ein guter Mensch zu sein, was sein Chef irgendwann auch honoriert, in dem er Jonah zwar nicht von der ungeliebten Nachtschicht befreit, aber ihm immerhin anbietet, dass seine Frau und Tochter eine Weile in dem ohnehin nicht besonders frequentierten Hotel wohnen können, damit Jonah sie ab und zu auch mal im wachen Zustand sehen kann.

Das ist erst einmal ganz nett – für Marty und Roxanne fühlt es sich wie ein Ferienaufenthalt an und Jonah ist auch ganz happy, die drei vergnügen sich (sittsam!!!) im Hotelpool, Jonah kann zumindest theoretisch endlich Job und Familie unter einen Hut bringen – doch dann taucht dieser Fremde wieder auf. Er sieht ziemlich ramponiert aus, und der gutmütige Jonah gibt ihm unerlaubterweise eine Schlüsselkarte, obwohl der Fremde nach wie vor keine ID vorweisen will. Klar, das hätte Jonah besser nicht getan.

Okay, für diesen Spoiler würden mich meine Kinder auch schon wieder killen, aber die lesen ja meinen Blog nicht. Vermutlich. Für Jonah geht die Sache nicht gut aus, auch wenn er tapfer gegen das Unausweichliche ankämpft und versucht, später selbst als gesuchter Schwerverbrecher und Outlaw noch ein netter Mensch zu sein. Aber das ganze Universum scheint sich gegen ihn verschworen zu haben – letztlich erweist sich seine Existenz als epischer Fehler im kosmischen System: Irgendwo ist irgendetwas kolossal schief gelaufen. Aber weder der verzweifelte, aber doch zäh an seinem Leben hängende Schiffbrüchige auf dem Meer, noch der zum verrückten Buster mutierte Jonah geben auf, sie kämpfen bis zum Schluss – und am Ende gibt es zumindest für einen von ihnen eine versöhnliche Wendung.

Wer auf Filme mit ausgefeilten Plots steht, in denen am Ende immer alles erklärt wird, wird mit diesem Film vermutlich nicht glücklich. Womit ich nicht sagen will, dass dieser Film keinen ausgefeilten Plot hätte – die Geschichte an sich gefällt mir ziemlich gut, allerdings gleicht der Film einem Puzzle, dessen Teile sich der Zuschauer beim Ansehen selbst zusammensetzen muss. Liebhaber von mehrdeutigen, diffusen Geschichten werden hier viel besser bedient – wobei ich das alles gar nicht dermaßen rätselhaft finde. Es gibt eine Menge Andeutungen und Querverweise, der Film verlangt allerdings eine gewisse Aufmerksamkeit. Was mir gefällt ist, dass es keine dieser abgefuckten Hollywoodgeschichten ist, in denen mit viel Ironie und noch mehr Zynismus eine klassische Heldengeschichte auf den Kopf gestellt wird – das ist ja dieses ganze nervige Antihelden-Helden-Kino, das in den aktuellen Blockbustern abgefeiert wird.

Jonah ist einfach ein Mensch, der versucht, das Beste aus einer Situation zu machen, in die man besser nicht geraten will – die man aber doch wieder erkennt: Die allermeisten von uns müssen mit einem Job klar kommen, den sie eigentlich gar nicht machen wollen, aber machen müssen, weil auf allem, was man zum Leben braucht, ein verdammtes Preisschild klebt. Und das ist ja noch die freundliche Variante, die das Arschloch von Schicksal bereit hält – Jonahs Alter Ego auf hoher See würde wahrscheinlich nur zu gern mit Jonah und seinen Nachtschichten tauschen, wenn er nur die Gelegenheit dazu hätte.

Aber dann schlägt diese Bitch von Schicksal Jonah doch wieder dermaßen, dass vielleicht der mexikanische Seemann doch noch besser dran ist – mir fällt da spontan die Geschichte von diesem Rabbi ein, der über Land wanderte und bei einem freundlichen Bauern-Pärchen einkehrte. Die Bauersleute bewirteten ihn gut, aber am nächsten morgen lag ihre beste Kuh tot im Stall. Und als der Bauer fragte, womit er das verdient hätte, wo er doch die Regeln der Gastfreundschaft so vorbildlich eingehalten hätte, gab ihm der Rebbe die Antwort, dass eigentlich beschieden war, dass seine Frau hätte sterben sollen. Aber weil sie so gut zu dem Fremden gewesen waren, hätte es nur die Kuh getroffen. busters-mal-heart-movie-trailer-images-stills-rami-malek4

Diese Geschichte habe ich immer gehasst, genau wie das Buch Hiob und alle diese anderen üblen Geschichten aus der Bibel, in denen es darum geht, wie Gott uns Menschen prüft. Was für ein grausames, zynisches Arschloch. Das Leben ist unendlich beschissen. Aber wir haben nur dieses eine, beschissene Leben, insofern lohnt es sich daran festzuhalten und zu versuchen, auf dieser Erde das Beste draus zu machen. Auch wenn man keine Ahnung hat, wie man das anstellen soll.

The Last Kingdom: Vikings aus Sicht der Engländer

Um das Warten auf Staffel 5 der Nordland-Saga Vikings zu überbrücken, habe ich über das Osterwochenende The Last Kingdom angesehen – auch in dieser BBC-Serie geht es um die Eroberung der angelsächsischen Königreiche durch die Wikinger, nur eben aus der weniger erfreulichen Perspektive der Engländer. Insofern steht hier nicht Ragnar Lothbrok im Mittelpunkt, sondern ein gewisser Uhtred von Bebbanburg, der Sohn eines englischen Lords, der nach einer verlorenen Schlacht, in der sein Vater von den Wikingern getötet wird, in die Hände der Dänen fällt. Wobei der große Eroberer Ragnar auch hier im Grunde ein ganz netter Kerl ist, denn er findet Gefallen an dem Jungen, der zwar noch recht klein, aber dafür mutig und kämpferisch ist, fast wie ein Wikinger halt.

The Last Kingdom © Carnival Film & Television Ltd Photographer: Joss Barratt Alexander Dreymon (as Uhtred)

The Last Kingdom © Carnival Film & Television Ltd Photographer: Joss Barratt Alexander Dreymon (as Uhtred)

Als Ragnar mitbekommt, dass die Engländer Uhtred nur frei kaufen wollen, um ihn dann zu töten, weil er der nächste Lord von Bebbanburg wäre – diesen Posten hat sich aber der Onkel des Jungen nach dem Tod seines Bruders schon gesichert – beschließt der weise Nordmann, den jungen Angelsachsen als seinen eigenen Sohn großzuziehen. Er nimmt auch die ebenfalls entführte Brida in seine Familie auf. Die beiden angelsächsischen Kinder sollen ihm etwas über die Leute und das Land beibringen, in dem sich die Wikinger nun niederlassen wollen – denn die britischen Inseln sind viel angenehmer und furchtbarer als das Land, aus dem sie kommen.

Uhtred und Brida finden mit der Zeit Gefallen an der wikingischen Lebensweise – natürlich müssen die Menschen ebenfalls hart arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Aber die Götter der Wikinger sind nicht so elende Spaßbremsen, wie dieser eine strenge Gott, an den die Angelsachsen glauben. Die Wikinger feiern gern und sind auch sonst nicht so verklemmt wie die christlichen Angelsachsen.

The Last Kingdom © Carnival Film & Television Ltd

The Last Kingdom: Zuhause bei den Wikingern © Carnival Film & Television Ltd

Aber es gibt auch Stress und Rivalitäten unter den Wikingern – und so fällt Ragnars Familie einem perfiden Racheplan zum Opfer, nur der älteste Sohn Ragnar Ragnarsson, der sich im Norden ein eigenes Reich aufgebaut hat, überlebt – sowie Uhtred und Brida, die ein Schäferstündchen im Wald hatten. Natürlich sieht das nicht gut aus. Es bietet sich förmlich an, die ganze Sache diesem angelsächsischen Bastard in die Schuhe zu schieben.

Uhtred (gespielt von dem deutschen Schauspieler Alexander Dreymon) ist über den Tod seines Ziehvaters verzweifelt, aber er begreift, dass er für die Wikinger als Verräter dasteht. Er fasst nun einen anderen Plan: Er will sich sein Erbe zurückholen und als angelsächsischer Ealdorman anerkannt werden. Also sucht er gemeinsam mit Brida das letzte der britischen Königreiche auf, das noch nicht von den Dänen unterworfen wurde: Wessex.

The Last Kingdom: Ragnar Lothbrok (Peter Gantzler) © Carnival Film & Television Ltd

The Last Kingdom: Ragnar Lothbrok (Peter Gantzler) © Carnival Film & Television Ltd

Uhtred hat Glück: Weil der Mönch Beocca, der einst Berater von Uhtreds Vater war, inzwischen Berater an König Aethelreds Hof ist, ihn nach all den Jahren wieder erkennt, schafft er es sogar, beim König vorgelassen zu werden, obwohl er für einen Dänen gehalten wird. Uhtred versucht, das Vertrauen des Königs zu erlangen, in dem er ihn über die Schlachtpläne der dänischen Häuptlinge Ubba und Guthrum aufklärt, die er anhand von wikingischen Zeichen, die sie hinterlassen, deuten kann.

Aber warum sollte ein englischer König einem dänischen Bastard vertrauen? Aethelred konsultiert seinen Bruder Alfred, der gesundheitlich nicht auf der Höhe und auch sonst etwas verschroben ist. Aber Alfred ist ein schlauer Kerl, er vertraut nicht nur auf Gott, sondern auch auf Verstand. Und der sagt ihm, das Uhtred sehr nützlich sein kann – aber auch, dass er gefährlich werden könnte. Also empfiehlt er seinem Bruder, auf Uhtred zu hören, ihn und Brida aber sicherheitshalber einzusperren – falls irgendetwas schief läuft.

The Last Kingdom | Episode Two © Carnival Film & Television Ltd Photographer: Joss Barratt David Dawson (as Alfred) with Alexander Dreymon (as Uhtred)

The Last Kingdom | Episode Two © Carnival Film & Television Ltd Photographer: Joss Barratt David Dawson (as Alfred) with Alexander Dreymon (as Uhtred)

Es stellt sich schließlich heraus, das Uhtred recht hatte – die Engländer können Wessex gegen die Dänen verteidigen, allerdings wird König Aethelred in der Schlacht tödlich verwundet und setzt Alfred als seinen Nachfolger ein, weil er weiß, dass sein nichtsnutziger Sohn nicht zum König taugt. Damit gibt es jede Menge Konfliktpotenzial, das locker für die acht Folgen der ersten Staffel ausreicht – am Ende dreht sich die Serie darum, wie Alfred nicht nur sein Königreich verteidigt, sondern auch den Grundstein für ein vereintes englisches Königreich legt, britische Geschichte also, Alfred ist der einzige britische König, der den Beinamen „der Große“ erhalten hat.

Uhtred hingegen ist keine historische Person im eigentlichen Sinne, aber dennoch eine interessante Figur, die zwischen den Welten pendelt – er ist weder Wikinger, noch Angelsachse, und sowohl die Wikinger als auch die Angelsachsen sehen in ihm jeweils einen Fremdling, dem man nicht trauen kann. Nützlich ist, dass er sowohl englisch als auch dänisch spricht und die Lebensweise dieser gefährlichen Heiden kennt – außerdem ist er ein guter Kämpfer. König Alfred gibt Uhtred also eine Chance: Wenn er eine englische Lady heiratet, die Land besitzt, kann er ein Ealdorman werden und sich sein Erbe zurückholen. Das ist natürlich bitter für seine Freundin Brida – trotzdem willigt Uhtred ein.

The Last Kingdom © Carnival Film & Television Ltd Photographer: Joss Barratt Emily Cox as Brida

The Last Kingdom © Carnival Film & Television Ltd Photographer: Joss Barratt Emily Cox as Brida

Brida (Emily Cox) verlässt daraufhin Uhtred und Wessex, um sich den Wikingern um den jungen Ragnar anzuschließen – für sie als Frau hat die angelsächsische Lebensweise nur Nachteile, denn Anpassung und Unterordnung sind nicht ihr Ding. Uhtred hingegen ist von seiner neuen Frau Mildrith sehr angetan, sie ist sittsam, jung und eine Augenweide – dass sie hochverschuldet ist, hat Alfred ihm wohlweislich verschwiegen: Durch Missernten ist sie mehrere Jahre im Rückstand, was die Abgaben an die Kirche angeht. Und die denkt natürlich nicht daran, diese Bürde vom Rücken ihrer armen Tochter zu nehmen. Trotzdem ist die Ehe glücklich, Mildrith wird schwanger.

Währenddessen gehen die Kämpfe im Land weiter – Ragnar Jr. und Guthrum erobern Wareham, neue Friedensverhandlungen werden nötig. Um eine Waffenruhe zu gewährleisten, gibt es einen Austausch von Geiseln: Jeweils zehn Männer gehen ins feindliche Lager. Uhtred gehört zur englischen Delegation. Unter den Dänen trifft er seinen Ziehbruder Ragnar und Brida wieder, die nun mit Ragnar zusammen ist. Als der grausame Ubba von einem Irland-Trip zurückkehrt, lässt der die englischen Geiseln töten – bis auf Uhtred, für den Ragnar ein gutes Wort einlegt. Uhtred kann entkommen und entzündet ein Leuchtfeuer, das Wessex vor einer neuen Invasion warnt: Guthrum ist mit zahlreichen Schiffen im Anmarsch.

The Last Kingdom: Bereit zum Kampf © Carnival Film & Television Ltd

The Last Kingdom: Bereit zum Kampf © Carnival Film & Television Ltd

Allerdings haben die Angelsachsen wieder Glück: Ein Sturm vernichtet einen großen Teil der dänischen Schiffe. Außerdem schleicht Uhtred sich in das Lager der Dänen und steckt weitere der übrig gebliebenen Schiffe in Brand. Durch das entstehende Chaos sind die Engländer siegreich. Als Uhtred erfährt, dass er einen Sohn bekommen hat, beschließt er allerdings, erst zuhause vorbei zu schauen, anstatt sich gleich auf den Weg zu Alfred zu machen. Also staubt der junge Odda den Ruhm ab, der eigentlich Uhtred gebührt, während auf den tapferen, aber diplomatisch ungeschickt agierenden Uhtred wieder nur jede Menge Ärger wartet.

Mir gefällt The Last Kingdom fast besser als Vikings, weil es noch weniger an Game of Thrones erinnert – Vikings hat zwar eine historische Grundlage, ist aber oft wie ein Fantasy-Spektakel anzusehen, die Kostüme sind spektakulär – und die Frisuren und Tätowierungen erst! Es gibt immer wieder Traumsequenzen und eine Menge meist schwarzer Magie, auch die Umwelt, insbesondere in Kattegat, ist immer wieder sehr kulissenhaft inszeniert, es liegt dort eigentlich zu jeder Jahreszeit Schnee – wobei genau dieser düstere Schwarzweiß-Look ja auch wieder den Stil dieser Serie ausmacht, den ich im Prinzip sehr mag – optisch und stilistisch gibt es mehr Parallelen zu Taboo als zu The Last Kingdom.

The Last Kingdom: Jonas Malmsjö as Skorpa © Carnival Film & Television Ltd

The Last Kingdom: Jonas Malmsjö as Skorpa © Carnival Film & Television Ltd

The Last Kingdom hingegen versucht, möglichst realistisch auszusehen, obwohl es auch es hier erstaunlich viel altenglischen Schnee gibt: die Jahreszeiten passen auch im letzten Königreich nicht immer zusammen. Einige der Vikinger haben ebenfalls coole Tattoos, Guthrum trägt eine Rippe seiner Mutter in sein Haar geflochten, und  natürlich machen sich viele der Szenen in kahlen Wäldern tatsächlich besser – aber wenn die Bäume nur einen Schnitt später plötzlich voll belaubt sind, dann ist das irgendwie nicht besonders glaubwürdig. Wir sind hier ja eben nicht in Game of Thrones, wo es Fantasy-Reiche mit langen Wintern und ewigen Sommern gibt, auch wenn das ja mittlerweile die Referenz-Serie für fast alles ist, obwohl eben „bloß“ Fantasy.

Insofern finde ich gut, dass The Last Kingdom dann doch nicht zu sehr auf Game of Thrones getrimmt ist, sondern im englischen Mittelalter bleibt, die Kostüme und sonstige Ausstattung sind vergleichsweise schlicht, viele der Figuren haben historische Vorbilder und die Auseinandersetzung zwischen den nordischen Heiden und den angelsächsischen Christen liefert spannenden Stoff genug – ich werde bestimmt bald in die zweite Staffel einsteigen.

The Last Kingdom: Uhtred (Alexander Dreymon) und Brida (Emily Cox) © Carnival Film & Television Ltd

The Last Kingdom: Uhtred (Alexander Dreymon) und Brida (Emily Cox) © Carnival Film & Television Ltd

Preacher – Gebete um eine gute Serie wurden erhört!

Einen Serientipp hab ich noch vor meiner Sommerpause: Preacher.

Auch hier war ich erst skeptisch, weil Comic-Verfilmungen häufig nicht mein Ding sind – aber seit Jessica Jones bin ich in der Richtung deutlich aufgeschlossener, auch wenn vieles von dem ganzen Marvelzeugs weiterhin keine große Begeisterung bei mir auslöst. Andererseits habe ich ja durchaus was für schräge Fantasy-Serien übrig, True Blood beispielsweise fand ich ganz fantastisch.

Preacher - das Ensemble Bild: amc.com

Preacher – das Ensemble Bild: amc.com

Um ein ähnliches Kaliber handelt es sich bei Preacher – damit hat AMC doch mal wieder einen echten Knaller produziert. Es geht ziemlich zur Sache, man hat den Eindruck, dass Quentin Tarantino, David Lynch und die Jungs von Monty Python sich zusammengesetzt hätten, um gemeinsam eine Serie zu machen – tatsächlich stecken aber Evan Goldberg, Seth Rogen und Sam Catlin dahinter, die eine Comic-Geschichte von Garth Ennis und Steve Dillon verfilmt haben. Es geht – wie der Titel schon vermuten lässt – um einen eher mäßig begabten Prediger, der in einem gottverlassenen Nest im ländlichen Texas versucht, ein besserer Mensch zu werden.

Jesse Custer (Dominic Cooper) Bild: amc.com

Jesse Custer (Dominic Cooper) Bild: amc.com

Jesse Custer (Dominic Cooper) tut mit seinem neuen Job Buße für seine dunkle Vergangenheit. Die ihn in Form seiner Ex Tulip O’Hare (Ruth Negga) aber immer wieder einholt. Tulip ist eine extrem begabte Verbrecherin, die will, dass Jesse ihr bei einem Job hilft, den sie alleine nicht durchziehen kann. Aber Jesse hat dem Verbrechen abgeschworen und will nun zu den Guten gehören. Was ihm nicht leicht gemacht wird. Erst recht nicht, das Cassidy (Joseph Gilgun) auftaucht, ein irischer Vampir, der nach einer ausschweifenden Party an Bord eines Privatjets aus dem Flugzeug gesprungen ist, das er samt der dazugehörenden Mannschaft komplett verwüstet hat.

Cassidy hat keine Ahnung, wo er sich befindet, findet aber Gefallen an Jesse, der ausgerechnet heute Abend beschlossen hat, dass es manchmal auch nachhaltiger Gewaltanwendung bedarf, um etwas Gutes zu bewirken – er verprügelt einen gewalttätigen Ehemann, nachdem dessen Sohn ihn schon mehrfach um Hilfe gebeten hat. Zusammen landen sie im Knast, wo sie mal in Ruhe reden können.

Cassidy (Joseph Gilgun) Bild: amc.com

Cassidy (Joseph Gilgun) Bild: amc.com

Eins ist klar, diese Serie ist nichts für zartbesaitete, gleich am Anfang explodiert ein von einem geheimnisvollen außerirdischen Wesen heimgesuchter afrikanischer Prediger vor seiner Gemeinde, nachdem er sich für den Propheten hält. Überhaupt explodieren immer wieder falsche Propheten, so erfährt man nebenbei auf einem Fernsehschirm, dass Tom Cruise gerade explodiert ist. Das ist zwar nicht besonders subtil, aber Spaß macht es trotzdem. Genau wie es Spaß macht, Tulip zuzuschauen, wie sie ein paar böse Jungs erledigt, die es auf sie abgesehen hatten.

Nach einer rasanten Crashfahrt durch ein Maisfeld stopft sie dem Oberbösewicht noch mit einem finalen Maiskolben das Maul. Den beiden Kindern, die zufällig dabei zusehen, erklärt sie, dass das ein echt böser Mensch war. Und dann bringt sie ihnen bei, wie man aus den Hausmitteln, die sich auf der heruntergekommenen Ranch eines Schwarzbrenners so anfinden, eine Bazooka baut und dass man sich besser versteckt, wenn Erwachsene Verstecken spielen wollen. Die beiden vernachlässigten Gören – die Mutter ist tot, der Vater auf Arbeit – sind begeistert von der Show, die Tulip liefert – jede Wette, vor allem das Mädchen hat etwas fürs Leben gelernt: Frauen dürfen, können und müssen stark sein. Verdammt stark.

Tulip (Ruth Negga) Bild: amc.com

Tulip (Ruth Negga) Bild: amc.com

Auch sonst gibt es ein Sammelsurium an schrägen Gestalten, vom opportunistischen Sheriff über unkaputtbare Vampirjäger, die Cassidy immer wieder ausspüren, obwohl er sie immer wieder umbringt. Dann gibt es Eugene, den Sohn des Sheriffs, der versucht hat, sich umzubringen, in dem er sich mit einer Schrotflinte in den Mund geschossen hat und nun wie ein Arschloch aussieht, die masochistische Frau des bösen Mannes, dem Jesse den Arm brechen musste und so weiter und so fort. Und schließlich ist da auch noch die alleinerziehende Emily (Lucy Griffith), die sich als Kellnerin durchschlägt und ansonsten um die Organisation der Gemeinde kümmert – und irgendwie scheint sie eine Schwäche für Jesse zu haben. Vermute ich jetzt mal – ich habe erst zwei Folgen gesehen, bin auf den Rest aber sehr gespannt.

Emily Woodrow (Lucy Griffith) Bild: amc.com

Emily Woodrow (Lucy Griffith) Bild: amc.com

Allein die visuelle Aufbereitung ist das Ansehen wert – wer die Bildersprache von Breaking Bad mag, wird auch von der dieser Serie angetan sein – allein dieses marode Gotteshaus auf seinem kläglichen Hügel inmitten der texanischen Prärie ist so beklagenswert, wie die Menschen, die dort die sonntägliche Predigt ihres Predigers über sich ergehen lassen – der natürlich am besten ist, wenn er gerade nicht predigt. Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung, wohin das alles führen soll – religiöse Menschen könnten sich möglicherweise in ihren Gefühlen verletzt fühlen. Was ich auf jeden Fall als Pluspunkt für Preacher werte. Mal sehen, wie es ausgeht.

The Killing: Die Hölle existiert

Und noch einmal The Killing. Es gibt eine im Grunde recht unspektakuläre Szene im vierten Teil der vierten Staffel, die aber im Grunde alles enthält, was ich an dieser Serie so gut finde. Deshalb muss ich die hier einfach noch einmal gesondert besprechen.

Linden und Holder stecken in ihren Ermittlungen fest, geben aber nicht auf. Sie hatten bereits einige Auseinandersetzungen und jeweils ihre privaten Probleme – aber so idiotisch sie oft im Privatleben agieren, im Job sind sie weiterhin ein gutes Team. Fokussiert, hartnäckig und geradezu ärgerlich professionell. Sie tun die Dinge, die getan werden müssen, wenn ein Fall gelöst werden soll. Und wenn ihnen aus politischen Gründen Durchsuchungsbeschlüsse verweigert werden, suchen sie eben dort nach Beweisen, wo sie sonst keiner vermutet.

Etwa in den Waschräumen der Tankstellen im Umkreis des Tatortes – nach dem Massaker an den Stainsburys muss der Täter (oder die) voller Blut gewesen sein und sich irgendwo gewaschen und umgezogen haben. Es ist ein Strohhalm, nach dem die beiden Detectives greifen, aber sie haben sonst nichts – also fahren sie los und suchen nach irgendetwas, das ihnen weiter helfen könnte. Dreckige Wühlarbeit, aber irgendwer muss es ja tun. Und während sie nach etwas suchen, von dem sie noch nicht wissen, was es ist, unterhalten sie sich – natürlich will Linden wissen, warum Holder den Tag zuvor so unglaublich schlecht drauf war.

Es folgt ein vielsagend bebilderter Dialog über Religion oder viel über mehr das, was Holder denkt zu glauben, was die Religionsausübung angeht, ist er ja sehr flexibel. Holder glaubt an den Glauben an sich – aber das funktioniert inzwischen auch nicht mehr. Deshalb will er von Linden wissen, woran sie glaubt. Aber Linden glaubt natürlich nichts, was sich nicht beweisen lässt. Aber sie ist sicher: die Hölle existiert, schließlich leben wir darin.

Screenshot: The Killing Staffel 4 - Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman)

Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „Und, wo waren Sie gestern, nachdem ich Sie abgesetzt hatte?“

Screenshot: The Killing Staffel 4 - Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman)

Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „Kirche.“

Screenshot: The Killing Staffel 4 - Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman)

Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „Ich dachte, Sie wären Buddhist.“

Screenshot: The Killing Staffel 4 - Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman)

Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „Ist doch dasselbe!“

Screenshot: The Killing Staffel 4 - Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman)

Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „31 verschiedene Geschmacksrichtungen – alle aus Milch!“

Screenshot: The Killing Staffel 4 - Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman)

Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „Ich habe keine Ahnung, worüber Sie reden!“

Screenshot: The Killing Staffel 4 - Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman)

Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „Das kommt, weil ich ein in einem Rätsel verborgenes Mysterium bin.“

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Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „Das Kloster unserer Friedensfrau“

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Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „Dort ging ich nach meinem ersten Entzug hin.“

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Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „Ich ging hin, um Ruhe zu finden.“

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Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „Nur dasitzen.“

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Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „Und die Stimmen der Nonnen zu hören.“

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Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „Das hört sich wirklich sehr schön an.“

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Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „War es auch.“

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Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „Ich meine, früher war es das. Gestern waren es einfach nur Geräusche.“

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Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „Wie, was mit mir ist?“

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Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „Glauben Sie noch?“

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Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „An Gott, Engel, himmlisches Manna?“

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Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „Aber Hölle?“

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Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „Da sind wir schon!“

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Screenshot: The Killing Staffel 4 – Linden (Mireille Enos) und Holder (Joel Kinnaman) „Nur noch 49 weitere Klos zu durchsuchen!“

Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren – Vikings

Die Erstausstrahlung von Wickie und die starken Männer war eine ziemlich große Sache – soweit ich mich erinnern kann, war das die erste Fernsehserie, die ich überhaupt bewusst und regelmäßig angesehen habe. Der kleine, rotblonde Wickie, der immer wieder vor Angst schlottert, aber am Ende dank seines Verstandes seine starken, mutigen, aber kopfmäßig etwas einfach strukturierten Wikinger aus brenzligen Situationen rettet, das war toll und natürlich auch pädagogisch wertvoll, ganz wie es sich für die 70er Jahre gehört. Und auch wenn ich mich zwischenzeitlich jahrzehntelang nicht besonders für Wikinger interessiert habe, wurde ich doch neugierig, als ich von Vikings hörte, einer kanadisch-irischen Fernsehserie mit historischem Hintergrund, die von den Eroberungszügen des Wikingers Ragnar Lothbrok handelt. Die Serie stammt aus der Feder von dem Briten Michael Hirst, einem ausgewiesenem Spezialisten für historische Stoffe, er ist unter anderem für Serien wie die Tudors und die Borgias bekannt.

Vikings - via fernsehserien.de

Vikings – via fernsehserien.de

Ragnar Lothbrok (Travis Fimmel) ist wie viele seiner Wikinger-Kollegen eigentlich ein Bauer – mit einer ordentlichen Portion pragmatischer Bauernschläue und natürlich auch ein guter Krieger. Und er ist mit der Politik seines Jarl unzufrieden. Jarl Haraldsson (Gabriel Byrne) will für die üblichen Sommerraubzüge immer nur nach Osten segeln – dort ist aber nicht sehr viel zu holen, die Leute im Baltikum sind genauso arm wie die Wikinger selbst.

Dabei soll es im Westen fantastische Länder mit unglaublichen Schätzen geben. Mit der Unterstützung von Floki (Gustav Skarsgård), einem ziemlich verrückten Typen, der allerdings ein genialer Schiffsbauer ist, widersetzt sich Ragnar jedoch dem Befehl seines Herrn und fährt mit dem Schiff, das Floki für ihn gebaut hat und einigen ausgewählten Männern über die Nordsee nach Westen. Sie benutzen einen neu entwickelten Sonnenstandskompass für die Navigation und landen tatsächlich an der Küste von England. Dort fällt es ihnen leicht, fette Beute zu machen, denn die Menschen dort sind Christen und keine Krieger, die Mönche in dem Kloster, das die Wikinger ausrauben, beten lieber, als sich zu wehren. Viele von ihnen schlachten die Wikinger ab, die anderen nehmen sie als Sklaven mit nach Skandinavien. Unter ihnen ist Athelstan (George Blagden), der mehrere Sprachen beherrscht – auch die der Wikinger. Dem klugen Ragnar ist sofort klar, dass Athelstan noch sehr nützlich sein kann.

Wieder in der Heimat angekommen, beschlagnahmt Jarl Haraldsson die gesamte Beute – jeder Mann darf sich nur einen Teil des Schatzes aussuchen. Ragnar wählt Athelstan – er will sich von ihm Englisch beibringen lassen und ihn über die Sitten und Gewohnheiten bei den Christen ausfragen. Das wird sich bei den nächsten Raubzügen noch als sehr nützlich erweisen – die Engländer sind inzwischen auf die neue Gefahr aufmerksam geworden und haben Truppen zusammengestellt, um sich gegen die Überfälle der Wikinger zu wehren. Aber wenn die Glocken zur heiligen Messe rufen, gehen alle in die Kirche und legen ihre Waffen ab. Überhaupt sind die britischen Krieger wenig pragmatisch – bis sie mit ihren Gebeten vor dem Kampf fertig sind, haben Ragnar und seine Männer sie längst einen Kopf kürzer gemacht. Was Unterstützung im Kampf angeht, scheint dieser eine armselige Christengott der Übermacht der nordischen Götter doch deutlich unterlegen zu sein.

Es geht schon brutal zur Sache, für die Freunde von Kampf- und Schlachtszenen wird großzügig gesorgt, aber natürlich gibt es auch den liebevoll ausgestalteten Alltag der Wikinger zu besichtigen, in dem eine Menge wikingisches Kunsthandwerk vorgeführt wird – es gibt nicht nur genial konstruierte Drachenschiffe, sondern auch kunstvoll gewebte Stoffe, fein ziselierten Schmuck und schöne Schnitzereien – es war nicht alles nur blutig und hässlich bei den Wikingern. Preisverdächtig ist auch das Hairstyling – insbesondere Ragnars Frau Lagertha (Katheryn Winnick), die selbst eine kühne Kriegern ist, zieht gern mit spektakulär gestalteten Flechtfrisuren in die Schlacht. Überhaupt sind die Wikinger-Frauen keine schüchternen Hausmütterchen – schließlich müssen sie den Laden zu Hause auch allein schmeißen, während ihre Männer monatelang auf Kaperfahrt sind.

Alles in allem eine solide Serie, die zwar keine allzu komplexen Handlungsstränge aufweist, aber durch eigenwillige Charaktere und interessante historische Aspekte punkten kann – die Konfrontation mit einer neuen Religion und fremden Kulturen ist auf jeden Fall spannend. Gezeigt wird das an dem inneren Konflikt von Athelstan, der sich erst geradezu verzweifelt an sein Christentum klammert, sich aber allmählich an sein neues Leben mit den Wikingern gewöhnt – Ragnars Familie nimmt ihn mit der Zeit als neues Familienmitglied auf. Athelstan erkennt, dass auch die wilden Nordmänner in gewisser Weise kultiviert sind und fängt an, sich für ihre Sitten und Gebräuche zu interessieren. In dem Punkt sind sich Ragnar und Athelstan ähnlich, was auch die Grundlage ihrer späteren Freundschaft bildet, die natürlich immer wieder auf die Probe gestellt wird. Nach und nach wendet sich Athelstan den nordischen Göttern zu, während sich Ragnar, wenn auch aus rein pragmatischen Erwägungen, für das Christentum interessiert. Beide sind bereit, sich auf Neues einzulassen und zu lernen, auch wenn Ragnar das mit dem Schwert in der Hand tut, während Athelstan Tinte und Feder vorzieht.

Natürlich gibt es auch unter den Wikingern noch reichlich Konfliktstoff, machtbesessene Jarls, eifersüchtige Brüder und schöne Frauen, die eigene Ziele verfolgen, sorgen dafür, dass es zu Hause nicht langweilig wird, während die verschiedenen Königreiche auf den britischen Inseln gezwungen sind, ihre Konflikte beizulegen, damit sie sich gemeinsam gegen den neuen Feind aus dem Norden wehren können. Mich wundert der Erfolg dieser Serie nicht – und ich freue mich jetzt schon auf die dritte Staffel.

True Blood – Warten auf Staffel 7

Jetzt habe ich alles an True Blood gesehen, was verfügbar ist. Sechs Staffeln, das ist schon richtig Arbeit – und wie so oft bei Serien, die länger laufen, sind die Staffeln durchaus unterschiedlich, so dass man sie entsprechend besser oder schlechter finden kann. Wobei ich in diesem Fall sagen muss, dass ich nicht finde, dass es schlechter wird. Bei Dexter beispielsweise fand ich ja, dass die Geschichte sich von der ersten über die zweite und dritte bis zu vierten Staffel steigert und dann abfällt – die fünfte Staffel war noch okay, aber die sechste wurde dann langsam schlimm, die siebte habe ich nur noch ausgehalten, weil ich dachte, dass es ja irgendwann wieder besser werden muss, was aber leider nicht eintrat, so dass ich erleichtert war, dass des nach der achten dann wirklich vorbei war – wobei das Ende ja auch reichlich unbefriedigend blieb. Im Grunde war die ganze letzte Staffel ja nur noch das Ringen der Autoren um ein halbwegs erträgliches Ende.

True Blood 6: Jessica überzeugt Bill, Sookie vor Warlow zu retten

Screenshot True Blood 6: Jessica überzeugt Bill, Sookie vor Warlow zu retten


Screenshot True Blood 6: Feenvampir hin oder her - Sookie ist nicht von Warlow überzeugt

Screenshot True Blood 6: Feenvampir hin oder her – Sookie ist nicht von Warlow überzeugt

Ich hoffe doch sehr, dass uns das in der siebten Staffel True Blood erspart bleibt. Denn ich muss ehrlich sagen, dass mir die sechste Staffel wieder besser gefallen hat als die fünfte – insbesondere das Blutbad gegen Ende geht völlig okay – das sind halt die echten Vampire! Und dass die auch mal einen Ausflug in die Sonne machen dürfen geht, geht ebenfalls okay, dann hat dieses ganze Feengedöns endlich einen Sinn und zum Glück wird ja auch Bill wieder normal, nach diesem ganzen religiösen Wahnsinn. Dexter Morgan ist ja auch fast religiös geworden in der sechsten Staffel. Warum geht so etwas bei den Amis nicht ohne Religion?!

Screenshot True Blood 6: Alcide, Sookie und Bill realisieren, was auf sie zukommt.

Screenshot True Blood 6: Alcide, Sookie und Bill realisieren, was auf sie zukommt.


Aber bei True Blood ist es immerhin eine perverse, archaische Vampir-Religion, die sich dann auch als Schwindel oder nein, sie funktioniert ja irgendwie, genau wie zuvor auch die Magie der Mänade in der zweiten Staffel oder die Hexerei von Jesus und Antonia in der vierten Staffel, auch wenn das wiederum ganz gegensätzliche schwarze Magie ist. Aber am Ende ist diese ganze Magie zwar mächtig, aber eben nicht allmächtig. Es geht nicht um den wahren Glauben – der wird ja immer wieder persifliert, was ich ganz symphatisch finde.
Screenshot True Blood 6: Hep-V-infizierte und sehr blutdurstige Vampire

Screenshot True Blood 6: Hep-V-infizierte und sehr blutdurstige Vampire bedrohen die Bewohner von Bon Temps

Natürlich gibt es das ganze Christenbrimborium auch noch – und zwar in mehr und sehr viel weniger sympathischen Ausführungen. Auch das gefällt mir insgesamt ganz gut: Religion ist mächtig – und zwar egal welche – aber am Ende geht es für die Entgleisten immer schlecht aus. Und Entgleiste gibt es überall. Aber auch Widerstand gegen den religiösen Wahnsinn. Und in dem Punkt wird mir Eric Northman immer symphatischer – auch wenn er zwischenzeitlich behext wird und hier und da Gefühlsverwirrungen hat, bleibt er sich als einziger treu und macht bei diesem ganzen Lilith-Supervampir-Weltherrschafts-Wahn am Ende nicht mit, sondern ist letztlich der Einzige, der normal bleibt. Allerdings als Vampir, nicht als Mensch. Das geht für die Menschen zwar erstmal nicht so gut aus, aber vor allem für die durchgeknallten Vampire nicht, die nach der Weltherrschaft streben. Letztlich rettet Eric ja beide Arten – auch wenn er das vielleicht gar nicht beabsichtigt hat. Deshalb konnte ich auch nicht fassen – nein, nein, nein:

Screenshot True Blood 6: Der Vampir von Welt hat immer ein gutes Buch parat

Screenshot True Blood 6: Der Vampir von Welt hat immer ein gutes Buch parat

Screenshot True Blood 6: Und sieht auch beim Sonnenbaden gut aus.

Screenshot True Blood 6: Und sieht auch beim Sonnenbaden im hohen Norden noch gut aus.

Screenshot True Blood 6: Das darf nicht sein! Nicht Eric!

Screenshot True Blood 6: Das darf nicht sein! Fataler Badeunfall. Aber bitte nicht Eric!

Wie zur Hölle soll denn die letzte Staffel funktionieren, wenn mein Lieblingsvampir nicht mehr da bei ist?!